Antikorruptionsgesetz schlimmer als Wirtschaftskrise

Eventmarketing Board Austria fordert rasche Gesetzesänderung

Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftslage regt die Branchenvertretung EMBA, die die größten Eventmarketingagenturen des Landes vertritt, verstärkt an über eine sinnvolle Gesetzesänderung des sogenannten Antikorruptionsgesetzes nachzudenken. Die derzeitige Lage bedeute, so Sprecher Brezovich:
"Massive Einschränkungen bei Sponsoringmöglichkeiten und damit letztlich Budgetkürzungen ohne an der eigentlichen Problematik Korruption etwas zu ändern. Ohne eine gesetzliche Klarstellung schadet das Gesetz mehr als es nützt!" Brezovich: "Events wie der Opernball, die Salzburger Festspiele oder der Life Ball sind Visitkarten der Gastlichkeit Österreichs auch im Ausland und werden mit rigiden Gesetzen erschwert bis verunmöglicht. Der Wert von Events liegt für Veranstalter und ihre Kunden darin begründet, dass sie einzigartige Plattformen der Begegnung bieten. Wenn es hier derart massive Restriktionen gibt, sind ganze Events gefährdet.

Forderungskatalog der EMBA zur Novellierung des "Antikorruptionsgesetzes"

Insbesonders geht es der EMBA um den § 168 Abs 3 und die Unklarheit, wann ein Vorteil nicht mehr "geringfügig" ist. "Es kann nicht sein, dass jeder Veranstaltungsbesuch kriminalisiert wird," so Brezovich. Grundsätzlich wünscht man sich auch dringend eine Klärung des Begriffes Amtsträger. Nur auf diese, im öffentlichen -politischen - Bereich tätigen Personen sollte das Gesetz Anwendung finden, alle anderen Personengruppen aber ausgeklammert werden. Das Thema als Ganzes ist für die EMBA nicht im Strafrecht anzusiedeln, wohl aber die tatsächliche und direkte Bestechung von Personen. Hier wünscht man sich eine klare Unterscheidung zur Einladung für Kultur-oder Sportevents oder auch das 30-jährige Firmenjubiläum bei dem Mitarbeiter und Lieferanten zum gemeinsamen Get together geladen werden.

"Tatsache ist, dass eine ganze Branche mit dem bestehenden Gesetz kriminalisiert wird. Daher braucht es dringend eine Präzisierung gegen die herrschende Verunsicherung bei Auftraggebern und Auftragnehmern. Von Seiten des Ministeriums wurde uns eine klare Stellungnahme und Präzisierung der bestehenden Paragrafen bis zum Sommer zugesagt. Wir plädieren an die Ministerin sich dieses wichtigen Themas anzunehmen und unsere Vorschläge aufzugreifen", so Brezovich abschließend.

www.emba.co.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Petra Tischler
Public Relations EMBA
Tel.: 43 1 595 51 01-10
Mobil: 43 699 19530029
petra.tischler@tischler-pr.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TPR0001