Die Partitur zur Krise - Ein Musiktheaterkollaps

Wien (OTS) - Auf seiner Reise durch das Gesamtwerk der österreichischen Autorin Marianne Fritz hält das Theaterkollektiv Fritzpunkt mit seinem Projekt "Die Festung" mittlerweile bei Teil 4, der dem Roman "Naturgemäß I" und unveröffentlichten Texten aus dem Nachlass der Autorin gewidmet ist. Luzide kapitalismuskritische Essays erlauben dem Fritzpunkt ein derart aktuelles Statement, daß es ihm selbst nicht mehr geheuer ist. Der medial allgegenwärtige Krisenwahn provoziert jedenfalls bei uns eine musiktheatralische Widerrede, polemische Aufschwünge und inständiges Kollabieren, immer dem eigenen Hang zum Überflüssigen verpflichtet. Resultat ist ein auf höchst gefährdetem Können beruhender Musiktheater-kollaps in der Krise. Diese erheiternde Versuchsanordnung kann naturgemäß auch von Ihrem Unternehmen zu vorteilhaften Konditionen gebucht werden. Die Opferbereitschaft Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durch den Drahtseil-Charakter unseres Kollapses, hochgefährdet 5 Zentimeter über dem Erdboden, enorm gefördert. In jedem Fall freut sich der Fritzpunkt auf Ihren Besuch, wie krisenresistent Sie auch immer sein mögen.

Mit Fred Büchel, Susanne Hahnl, Anne Mertin, Ingomar Rainer und Gen Seto.

Samstag, 6. Juni 2009, 20.00 Uhr im Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien. Eintritt frei. Limitierte Platzanzahl. Um Reservierung wird gebeten:
(0)699 11685616, buero@fritzpunkt.at, www.fritzpunkt.at

Fritzpunkt wird gefördert von der MA7 Kultur der Stadt Wien

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