Innenministerin Maria Fekter: "Polarisierung zwischen extrem links und extrem rechts"

Linz (OTS) - "Eine bessere Integrationsstrategie" ist für Innenministerin Maria Fekter das Rezept, um junge Wähler von der FPÖ wegzuholen. Im Interview mit der Rundschau am Sonntag gesteht Fekter ein: "Die Jugendlichen im Fortgeh-Alter machen in ihrer Freizeit negative Erfahrungen mit Gruppierungen, die Strache im Wording stark bedient: 'Österreichische Jugendliche werden beim Fortgehen grundlos von einer Bande mit Migrationshintergrund zusammengeschlagen'. Oft ist es auch die Respektlosigkeit, die gewisse Ethnien unseren Mädchen entgegenbringen." Dieses "Gehabe in Hinblick auf unterschiedliche Wertvorstellungen würden Jugendliche ganz besonders spüren."

"Da müssen wir bessere Antworten geben", sagt Maria Fekter zur Rundschau am Sonntag. "Der Großteil dieser Jugendlichen sind keine Ausländer. Das sind Österreicher mit Migrationshintergrund", so Fekter. Einem Mädchen, das beim Fortgehen angepöbelt wird, rät sie, "grundsätzlich vorsichtig zu sein in Hinblick auf ihre Freizeitgestaltung und nachts nicht alleine wegzugehen." Als politische Antwort setze sie "als Demokratin auf Dialog und nicht auf Ausgrenzung und Verhetzung. Aggression erzeugt Gegenaggression." Im Hinblick auf die jüngsten Nazi-Störaktionen ortet Fekter eine "Polarisierung zwischen der extremen rechten und extremen linken Seite". Die Provokation werde gezielt gesucht, zu erkennen etwa an Sachbeschädigungen bei Gedenkstätten oder auf Friedhöfen.

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