- 22.05.2009, 11:32:22
- /
- OTS0111 OTW0111
Transporteure fordern rigorosere Kontrollen im Rahmen der "Pfuscherbekämpfung"
"Alle haben sich an die Spielregeln zu halten!"
Wien (PWK399) - "Als ‚schnelle Aushilfe’ oder ‚Gefälligkeit’ wird
Schwarzarbeit sehr gerne mit einem Augenzwinkern abgetan. Jedoch
leiden, wie auch andere Branchen, die österreichischen Transporteure
in zunehmendem Ausmaße unter solchen illegalen Praktiken. Besonders
in der derzeit angespannten wirtschaftlichen Situation floriert die
‚Pfuscherei’", meint Rudolf Bauer, Geschäftsführer des Fachverbandes
für das Güterbeförderungsgewerbe in der WKÖ.
"Zwar unterliegt das Güterbeförderungsgewerbe einer Vielzahl von
Rechtsnormen und Regulativen, es ist jedoch gerade wegen der
scheinbaren Einfachheit der Tätigkeit besonders von Schwarzarbeit
betroffen", erklärt Bauer weiters.
"Besonders im Kleintransport-Gewerbe (Güterbeförderungen mit
Fahrzeugen unter 3,5 t), ein Wirtschaftszweig mit enormer Wichtigkeit
für den gesamten Wirtschaftsbereich und vor allem im inner-urbanen
Bereich von besonderer Bedeutung, stellen wir mit Erschrecken sehr
viele Ungereimtheiten und fragwürdige Praktiken von Seitens der
Auftraggeber fest. Das geht so weit, dass Auftraggeber Privat-Pkw mit
ausländischen Kfz-Kennzeichen, unter völliger Negierung
kraftfahrrechtlicher und gewerberechtlicher Vorschriften, ihre
Transportaufträge durchführen lassen. Solche Praktiken gehen
natürlich zu Lasten der seriös agierenden und kalkulierenden
Unternehmen, die durch die Pfuscherei einen immensen
Wettbewerbsnachteil haben.".
Die rücksichtslose Vergabepraxis von Transportaufträgen, die damit
verbundene "Friss oder Stirb-Mentalität", und die von einigen
Auftraggebern geforderte "kreative Auslegung" von Rechtsnormen lasse
vielen kleinen und großen Transporteuren keine andere Wahl als
Aufträge abzulehnen. "Gleichzeitig sind viele aber dann auch die
Transportaufträge für immer los und die Auftraggeber nehmen einfach
denjenigen, der es trotzdem macht, alles andere hat keine Bedeutung".
"Um solche Praktiken zu unterbinden, fordern wir den Gesetzgeber
auf, sich seiner Verantwortung bewusst zu sein und die bestehende
Rechtsnormen konsequent zu kontrollieren, die Auftraggeber verstärkt
in die Pflicht zu nehmen und diejenigen rigoros zu bestrafen, die
sich nicht an die Spielregeln halten. Es kann nicht sein, dass die
Transportwirtschaft die Marionette der Auftraggeber ist!", hält Bauer
abschließend fest. (IP)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Fachverband Güterbeförderungsgewerbe Mag. Rudolf Christian Bauer Tel.: (++43) 9616363-57 mailto: office@dietransporteure.at www.dietransporteure.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK