• 18.05.2009, 17:56:43
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Faymann an Strache: "Mit Hasstiraden auf falscher Seite - Schande für einen Politiker"

Bundeskanzler fordert Grundkonsens, Toleranz und Miteinander ein

Wien (OTS) - "In unserem Land darf es nicht zum Kavaliersdelikt
werden, sich im Zusammenhang mit Israel und religiösen Gefühlen
profilieren zu wollen, indem man den Hass schürt,um ein paar
Wählerstimmen zu bekommen", so die klare Absage von Bundeskanzler
Werner Faymann an die FPÖ-Inseratenkampagne und entsprechende
FPÖ-Aussagen. "Wer religiöse Gefühle einsetzt, nur um alle Reflexe
des Hasses aufzuspielen, steht auf der falschen Seite - ich betrachte
das als eine Schande für einen Politiker", bekräftigte Faymann. Hier
müsse es eine klare Linie basierend auf dem Grundkonsens und auf
Werten wie Toleranz und Miteinander geben, nämlich "eine Absage an
Hasstiraden jeder Art". Dass Antisemitismus und die Herabwürdigung
von Religionen irgendwann als Selbstverständlichkeit gesehen werden,
"darf es in diesem Land nie geben", bekräftigte Faymann. ****

Aufgabe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei nicht das Schüren
von Hass, sondern das Zusammenführen sowie das Stärken von
Miteinander und Toleranz. Wer - so wie die FPÖ in ihrer
Inseratenkampagne - den Beitritt Israels in den Raum stelle, nur um
alle Reflexe des Hasses aufzuspielen, stehe auf der falschen Seite.
Von solchen Äußerungen "kann man sich gar nicht genug distanzieren",
so Faymann, der klarstellte, dass es bezüglich der Vorfälle im
ehemaligen KZ Ebensee "gar nichts zu beschönigen gibt. Wir müssen
hier eine korrekte, geradlinige Linie haben und dürfen nicht den
Eindruck erwecken, in unserem Land braucht man nur oft genug und weit
genug gehen, und dann gibt es einen Gewöhnungseffekt".

Er empfehle jeder Politikerin und jedem Politiker, den Umgang mit
Strache nicht unter dem Titel, "Den halte ich mir warm, den kann ich
noch brauchen", vorzunehmen, sondern nach einer Gesinnung vorzugehen,
die dem Grundkonsens entspricht. Diese Werte seien bedeutender,
notwendiger und wichtiger als taktische Interessen, so Faymann
abschließend. (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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