Neuer Waldfriedhof der Friedhöfe Wien

Auf dem Wiener Zentralfriedhof unweit des Haupttors

Wien (OTS) - In einem stillen Teil des Wiener Zentralfriedhofs hat die Friedhöfe Wien GmbH den "Waldfriedhof" eingerichtet. "Mit diesem Angebot für eine naturnahe Bestattung kommen wir einem schon oft an uns herangetragenen Wunsch nach", erklärte DI Erhard Rauch, Geschäftsführer der Friedhöfe Wien GmbH, bei der Präsentation des Waldfriedhofs für die MedienvertreterInnen. Er stellte den Waldfriedhof gemeinsam mit den weiteren Geschäftsführern der Friedhöfe Wien, Leopold Tichacek und Dr. Christian Fertinger, vor.

Naturnahe Bestattung zu Füßen alter Bäume
Das 10.000 m2 große Areal zeichnet sich durch einen 40 bis 60 Jahre alten Baumbestand aus. Es sind vorwiegend Ahorn und Esche, bis zu zwanzig Meter hoch und von Immergrün bewachsen. Von den rund 200 Bäumen des Waldfriedhofs wurden 36 für Urnenbeisetzungen ausgewählt. Jeder Baum bildet das Zentrum von zwölf kreisförmig um ihn angeordneten Grabstellen. "Ob tatsächlich alle zwölf Positionen genutzt werden können, hängt von den Wurzeln des Baumes ab", so Rauch. Jede Grabstelle bietet Platz für zwei Urnen. "Wird eine abbaubare Urne verwendet, geht die Asche des Verstorbenen in der Natur auf", informierte Tichacek. "Die Bestattung Wien bietet eine solche "Öko-Urne" an. "Sie besteht aus "Flüssigholz", ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar und zersetzt sich innerhalb weniger Jahre in Wasser, Kohlendioxid und Humus.

Gemeinsame Gedenkstätte für die Urnengräber
Das Grabnutzungsrecht wird auf zehn Jahre erworben, eine Verlängerung ist möglich. Die Gräber sind nicht gekennzeichnet, aber in einen Lageplan eingetragen, den auch die Angehörigen bekommen. Grabgestaltungskosten fallen ebenso wenig an wie Grabpflege. Für alle im Waldfriedhof Beigesetzten gibt es eine gemeinsame Gedenkstätte, eine einem Baum nachempfundene Stahlskulptur. An ihr können einheitlich gestaltete Tafeln mit den Namen der Toten angebracht werden. Einen zentralen Platz gibt es auch für Kerzen und Blumengrüße.

Beachtung gesetzlicher Richtlinien
Der Waldfriedhof entspricht der Gruppe 35A des Wiener Zentralfriedhofs. Die nächstgelegenen Tore des Friedhofs sind Tor 2, das Haupttor, beziehungsweise Tor 3. Von beiden Toren beträgt die Distanz etwa 400 Meter. Mit dem Waldfriedhof besteht nun in Wien das Angebot einer möglichst naturnahen Bestattung. Gleichzeitig wird die im Wiener Leichen- und Bestattungsgesetz niedergeschriebene Verpflichtung, auf einem Friedhof zu bestatten, eingehalten. Der Friedhofszwang gilt im Übrigen auch in allen anderen österreichischen Bundesländern. Ausnahmen sind möglich, bedürfen aber in Wien der Genehmigung des Magistrats.

Ebenfalls neu: Baum-, Strauch- und Rasengräber im Urnenhain der Feuerhalle
Seit Kurzem gibt es auch auf dem Friedhof der Feuerhalle Simmering neue Grabformen. Ein Blauglockenbaum bildet den Mittelpunkt für 130 Baumgräber. Die dafür gewidmete Fläche beträgt 300 Quadratmeter. Etwas kleiner ist das Terrain der Strauchgräber. 100 Grabstellen sind um einen Eibisch- und einen Schmetterlingstrauch gruppiert. Der intensive Duft des zweiteren macht ihn zu einem beliebten Rastplatz für Schmetterlinge. Die schlichten Rasengräber beschränken sich auf eine Grasdecke als Schmuck. Maximal 177 Gräber finden in diesem Ab-schnitt Platz.

Kein Pflege- oder Gestaltungsaufwand
Der Graberwerb gilt für eine Ruhezeit von zehn Jahren und kann um weitere zehn Jahre verlängert werden. Auch hier kann man sich, wie grundsätzlich bei jeder Urnenbeisetzung, für eine biologisch abbaubare Urne entscheiden. Pro Grab können bis zu vier Aschenkapseln bestattet werden. Das Areal der Baum-, Strauch- als auch Rasengräber wird von den Friedhöfen Wien gestaltet. Damit wird Angehörigen nicht nur die Grabgestaltung abgenommen, sondern auch jeder Pflegeaufwand. Es gibt für alle drei Gruppen je einen gemeinsamen Grabstein, auf dem der Namen des oder der Verstorbenen von Familie oder Freunde eintragen werden können. Die Baum-, Strauch- und Rasengräber liegen, vom Haupteingang des Urnenhains gesehen, links von der Feuerhalle (Abteilungen sieben und acht).

Weitere Informationen finden Sie auf www.friedhoefewien.at

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