• 18.05.2009, 10:00:00
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Lebensretter kindersicheres Feuerzeug

Eine KfV-Erhebung zeigt: Trotz EU-Verbot verkauft jeder zwanzigste Trafikant noch unsichere Feuerzeuge

Wien (OTS) - Rund 500 Kinder unter fünf Jahren verletzen sich
jährlich mit offenem Feuer, beispielsweise weil sie selbst mit
Feuerzeugen hantieren. Das Spiel mit Feuerzeugen kann sehr gefährlich
werden, wenn Gegenstände in Brand geraten oder Kinder sich
verbrennen. Um derartige Unfälle zu vermeiden, dürfen seit 11. März
2008 EU-weit nur noch kindersichere Feuerzeuge verkauft werden. Das
Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) befragte zwei Monate vor
Einführung des Gesetzes und ein Jahr danach österreichweit 400
Trafikanten und stellte fest: Zwar gibt es kindersichere Feuerzeuge
in nahezu allen Trafiken, dennoch verkauft jeder zwanzigste Trafikant
auch ein Jahr nach Inkrafttreten des Verbots weiterhin Feuerzeuge
ohne Kindersicherung. Drei Prozent der Befragten bekommen diese sogar
noch im Großhandel angeboten. "Auch jene, die noch Restbestände
unsicherer Feuerzeuge haben, dürfen diese nicht mehr verkaufen. Die
Kindersicherung macht es für kleine Kinder praktisch unmöglich, das
Feuerzeug zu benutzen. Damit kann eine große Zahl von Zündeleien
verhindert werden", sagt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs
Heim, Freizeit & Sport im KfV. Erst Ende April waren in Wien zwei
Kinder tödlich verunglückt, weil sie mit einem Feuerzeug gespielt
hatten und dabei die Wohnung in Brand setzten.

Umdenken bei Kunden erforderlich

Die Befragung der Trafikanten ergab, dass jeder zweite Kunde
kindersichere Feuerzeuge negativ bewertet - 2008 war es noch jeder
vierte. Nur etwa jeder zehnte Kunde und damit ebenso viele wie 2008
sieht die Einführung sicherer Feuerzeuge positiv. "Hier ist ein
Umdenken erforderlich. Kindersichere Feuerzeuge tragen maßgeblich zur
Sicherheit von Kindern bei. Denn schnell einmal lässt man ein
Feuerzeug liegen und denkt nicht daran, welche Folgen es haben kann,
wenn Kinder es entdecken", warnt Dunzendorfer. Mehr als die Hälfte
der Trafikanten (57%) gab an, dass ihre Kunden weiterhin nach
herkömmlichen Feuerzeugen verlangen und zwar durchschnittlich einmal
pro Tag. "Wir appellieren hier auch an die Trafikanten, dass sie ihre
Kunden auf die Notwendigkeit kindersicherer Feuerzeuge aufmerksam
machen".

Beschwerden über Bedienbarkeit stehen in keiner Relation zur
Sicherheit

Bei Feuerzeugen mit Zündrad besteht die Kindersicherung aus einem
kleinen Metallreifen, durch den kleine Finger nicht zum Zündrad
kommen. Bei Feuerzeugen mit Piezo-Zünder ist es eine kleine
Arretierung des Druckknopfs, den kleine Kinder ebenfalls nicht lösen
können. Zwei Drittel der Trafikanten (70%) berichten von Beschwerden
der Kunden, die fast ausschließlich die Bedienbarkeit der Feuerzeuge
betreffen. 2008 beschwerte sich ein Viertel der Kunden. "Natürlich
ist die Bedienbarkeit im Unterschied zu früher erhältlichen
Feuerzeugen schwieriger - das ist auch Sinn der Sache, denn Kindern
soll es nicht gelingen, damit zu zündeln. Die schwierigere
Bedienbarkeit steht in keiner Relation zur lebensrettenden Funktion
der Kindersicherung", betont Dunzendorfer. Aus Sicht des KfV positiv
zu bewerten ist, dass nur ein Viertel der Trafikanten kindersichere
Feuerzeuge teurer verkaufen als die nicht kindersicheren
Vorgängermodelle. 2008 waren es noch knapp zwei Drittel, die für
Kindersicherheit einen höheren Preis verlangten.

Rückfragehinweis:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
   Kuratorium für Verkehrssicherheit 
   Marketing & Kommunikation
   Tel.: 05 77 0 77-1906 
   E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at 
   www.kfv.at

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