• 16.05.2009, 21:13:17
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28 Betriebe warten in Oberösterreich seit einem Monat auf Genehmigung zur Kurzarbeit

Arbeitsmarktservice gibt ÖGB die Schuld - Leitl: Wegen langer Wartezeit drohen Kündigungen

Linz (OTS) - Wie die Rundschau am Sonntag berichtet, warten in
Oberösterreich laut Arbeitsmarktservice-Chef Roman Obrovski 28
Betriebe bereits seit einem Monat auf die Genehmigung zur Einführung
von Kurzarbeit. Dazu gehört die Schwarzmüller Anhänger- und
Karosseriefabrik in Haibach, deren Personalchef Ludwig Reisecker sich
gegenüber der Rundschau am Sonntag beschwert: "Die spielen mit uns
Katz und Maus. Kurzarbeit wäre für uns das Beste gewesen, jetzt ist
es zu spät." Das Unternehmen suchte nach individuellen
Teilzeit-Lösungen. Aber manche Betriebe sind laut
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl wegen der langen
Wartezeiten auf die Genehmigungen zu drastischeren Maßnahmen
gezwungen - Kündigungen nicht ausgeschlossen. Abgelehnt wurde die
Kurzarbeit bisher bei "zwei bis drei Dutzend" Betrieben, so Obrovski:
"Wenn es scheitert, dann meist beim ÖGB", schiebt er den
Gewerkschaftern den Schwarzen Peter zu. Die Wirtschaftskammer sei
dagegen kooperativ. Für Johann Kalliauer, Vorsitzender des ÖGB
Oberösterreich, ist es "eh klar, dass die Wirtschaftskammer dem ÖGB
die Schuld in die Schuhe schieben will. Die wollen sich mit ihren
Mitgliedern nicht anlegen." Der ÖGB schaue hingegen "darauf, dass die
Rahmenbedingungen eingehalten werden". Seien alle Anforderungen
erfüllt, erteile man die Genehmigung zur Kurzarbeit "in einem halben
Tag, wenn es sein muss".

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Winkler
Chefredakteur der Rundschau am Sonntag
0699/16 13 12 14
[email protected]

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