28 Betriebe warten in Oberösterreich seit einem Monat auf Genehmigung zur Kurzarbeit

Arbeitsmarktservice gibt ÖGB die Schuld - Leitl: Wegen langer Wartezeit drohen Kündigungen

Linz (OTS) - Wie die Rundschau am Sonntag berichtet, warten in Oberösterreich laut Arbeitsmarktservice-Chef Roman Obrovski 28 Betriebe bereits seit einem Monat auf die Genehmigung zur Einführung von Kurzarbeit. Dazu gehört die Schwarzmüller Anhänger- und Karosseriefabrik in Haibach, deren Personalchef Ludwig Reisecker sich gegenüber der Rundschau am Sonntag beschwert: "Die spielen mit uns Katz und Maus. Kurzarbeit wäre für uns das Beste gewesen, jetzt ist es zu spät." Das Unternehmen suchte nach individuellen Teilzeit-Lösungen. Aber manche Betriebe sind laut Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl wegen der langen Wartezeiten auf die Genehmigungen zu drastischeren Maßnahmen gezwungen - Kündigungen nicht ausgeschlossen. Abgelehnt wurde die Kurzarbeit bisher bei "zwei bis drei Dutzend" Betrieben, so Obrovski:
"Wenn es scheitert, dann meist beim ÖGB", schiebt er den Gewerkschaftern den Schwarzen Peter zu. Die Wirtschaftskammer sei dagegen kooperativ. Für Johann Kalliauer, Vorsitzender des ÖGB Oberösterreich, ist es "eh klar, dass die Wirtschaftskammer dem ÖGB die Schuld in die Schuhe schieben will. Die wollen sich mit ihren Mitgliedern nicht anlegen." Der ÖGB schaue hingegen "darauf, dass die Rahmenbedingungen eingehalten werden". Seien alle Anforderungen erfüllt, erteile man die Genehmigung zur Kurzarbeit "in einem halben Tag, wenn es sein muss".

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