Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Hauptsache g´sund? (von Claudia Grabner)

Ausgabe 14. Mai 2009

Klagenfurt (OTS) - Hauptsache gsund. Der Rest ist Wurschtigkeit
(es sei denn, es geht um die Lehrergewerkschaft - da wird´s schon beim Stundenzählen heftig ...). Jedenfalls blieben Ausrufe und Rufzeichen aus, als eine OECD-Steuerstudie das tabulos aufzeigte, was die heimische Politik mit Schönreden zu umkreisen versucht: dass Österreich in der Abgabenlast bei Arbeitseinkommen (einsame) Spitze ist. In kaum einem anderen Land wird Arbeit höher besteuert.

Dass die Finanz schon bei einem Jahresbruttoverdienst von 11.000 Euro mit einer unverhältnismäßigen, ergo demoralisierend <i>obezahrenden</i> Eingangssteuer von 36,5 Prozent zuschlägt, ist Rekord. Daran haben wir uns aber offensichtlich gewöhnt. Gewöhnt wie daran, dass man mit 60.000 Euro Jahresbrutto als Spitzenverdiener gilt (in Deutschland ist man das ab 250.000) und die wirklich Reichen ihre Freud daran haben. Wie auch immer: Besagte OECD-Studie hätte ein Fressen sein müssen für all jene, die es ernst meinen mit der Verteilungsgerechtigkeit. Deren Nichtreaktion bedeutet ...?

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