FCG-Gajdosik bei Lohndemo: Wir verzichten sicher nicht!

Zuerst kassieren und dann abservieren kann nicht der richtig Weg sein

Wien (FCG/vida) - "Trotz 1,1 Prozent Steigerungen bei
Nächtigungen, Umsätzen und Gewinnen beim Wintertourismus steigt die Arbeitslosigkeit an. Immer weniger Beschäftigte müssen immer mehr arbeiten, um die gekürzten Stellen zu kompensieren. Das ist der falsche Weg! Neben der ansteigenden Arbeitslosigkeit trotz steigender Gewinne liegen bei den derzeit laufenden Kollektivvertragsverhandlungen nicht akzeptable Angebote der Arbeitgeberseite auf dem Tisch", so Alfred Gajdosik, Vorsitzender der FCG/vida, bei der Lohn-Demo der Gewerkschaften in Wien.

Wenn die Kollektivvertragserhöhungen nicht rosig sind, wirkt sich das postwendend auf die Wirtschaft aus. Die Menschen haben Angst um ihre Existenz, bangen um ihren Arbeitsplatz und fühlen sich derzeit nicht auf der Seite der Sieger. Der Wirtschaft kann es nur gut gehen, wenn es den Menschen gut geht. Geringe KV-Erhöhungen verringern die Kaufkraft, und das ist schlecht.

Tourismus kann nur so gut sein wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Tourismus ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die Wirtschaft profitiert von den Einnahmen, und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren von den Arbeitsplätzen. Die Qualität des österreichischen Tourismus machen aber in erster Linie die Beschäftigten in der Branche aus. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es, die den Gast herzlich empfangen und während seines Aufenthaltes umsorgen.

"Wer diese Qualität weiterhin erhalten will, muss aber auch etwas investieren. Denn nur, wenn wir qualifizierte und gut gebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, können wir von einer sehr hohen Qualität im Tourismus sprechen. Daher ist das Gebot der Stunde die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten. Gerade in der Krise darf darauf nicht vergessen werden", so Gajdosik weiter.

Keine Auflockerung der Kündigungsfrist bei der Kurzarbeit

Abschließend erteilt Gajdosik der Forderung der Industrie nach Aufweichung der Kündigungsfrist bei der Kurzarbeit eine Abfuhr: "Es kann nicht sein, dass man von Leistungen des Arbeitsmarktservice profitiert und gleichzeitig nach einer Auflockerung des Kündigungsschutzes bei der Kurzarbeit ruft. Das Motto 'Zuerst kassieren und dann abservieren!' kann und darf es nicht geben."

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