- 13.05.2009, 13:25:42
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KORRIGIERTE NEUFASSUNG der OTS0176 von heute: E-Wirtschaft präsentierte umfassende Potenzialstudie für erneuerbare Energien
Schmidt: Ausbau nur möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen
Wien (OTS) - Im ersten Absatz, erster Satz muss es wie folgt
richtig lauten: Österreich hat ein ausreichendes Potenzial an
erneuerbaren Energien, das bis 2020 (NICHT: 2010) erschlossen werden
kann, um die EU-Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur
Reduktion der CO2-Emissionen zu erfüllen.
KORRIGIERTE NEUFASSUNG
Österreich hat ein ausreichendes Potenzial an erneuerbaren Energien,
das bis 2020 erschlossen werden kann, um die EU-Ziele zum Ausbau der
erneuerbaren Energien und zur Reduktion der CO2-Emissionen zu
erfüllen.
Das ist das Ergebnis einer umfassenden Studie der technischen
Universitäten in Graz und Hamburg-Harburg. Die E-Wirtschaft ist
bereit, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, dafür sind aber
entsprechende Rahmenbedingungen von der Politik zu schaffen, erklärte
die Generalsekretärin des Verbands der Elektrizitätsunternehmen
Österreichs (VEÖ) Barbara Schmidt bei der Präsentation der Studie.
Unter den gegenwärtigen Bedingungen im Energiesystem können laut
der Studie, die von der TU Hamburg-Harburg und der TU Graz
durchgeführt wurde, die Anteile der regenerativen Strom- und
Wärmeerzeugung mittelfristig auf 90 Prozent des Stromverbrauchs und
40 Prozent des Wärmebedarfs gesteigert werden, erklärte Studienautor
Prof. Martin Kaltschmitt. Je nachdem, wie sich die Energienachfrage
und die Effizienzbemühungen entwickelten, seinen entweder größere
oder kleinere Anteile möglich. Kaltschmitt: "Bei einer Reduktion des
Stromverbrauchs durch Effizienzmaßnahmen könnte Österreich sogar zum
Exporteur von Strom aus erneuerbaren Quellen werden."
Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zum Nulltarif
Kaltschmitt: "Die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien ist
nicht zum Nulltarif zu bekommen." Allerdings könnten damit deutliche
Reduktionen bei den Treibhausgasemissionen bewirkt werden. Für einen
effizienten Klimaschutz müssten in erster Linie die Energienachfrage
stabilisiert und parallel dazu die vorhandenen Potenziale erschlossen
werden. Damit könnte Österreich zusätzlich volkswirtschaftliche
Vorteile erzielen, beispielsweise durch den Export von Technologie.
Die größten Chancen für erneuerbare Energien gibt es mittelfristig im
Bereich der Wasserkraft und der Windkraft.
Pläne zum Ausbau der Wasserkraft liegen vor
Die Pläne der österreichischen E-Wirtschaft sind ehrgeizig: "Wir
wollen die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um 14,3
Millionen Kilowattstunden jährlich steigern", erklärte der
VEÖ-Sprecher der Sparte Erzeugung Herbert Schröfelbauer,
Vorstandsvorsitzender der Verbund-Austrian Hydro Power. Damit könnten
die CO2-Emissionen um 6,6 Millionen Tonnen pro Jahr gesenkt und mehr
als 100.000 Jahresarbeitsplätze gesichert oder geschaffen werden,
weil 90 Prozent der Investitionssumme auf österreichische
Wertschöpfung entfallen. Als wichtige Voraussetzung für den Erfolg
des Programms nannte Schröfelbauer zehn Punkte, insbesondere aber
eine umfassende Energieplanung der Regierung, eine Vereinfachung der
Genehmigungsverfahren sowie eine maßgeschneiderte Ökostromförderung.
Aktuell betreibt die österreichische E-Wirtschaft mehr als 40
Kraftwerksprojekte, die bereits fast die Hälfte des Masterplans
Wasserkraft abdecken.
E-Wirtschaft baut regionale Ressourcen aus
Österreichs E-Wirtschaft engagiert sich verstärkt für den Ausbau der
regionalen Ressourcen, erklärte Hermann Egger, Sprecher des
Vorstandes der Kelag und stv. Vorsitzender der
Energieforschungsgemeinschaft der E-Wirtschaft. Die Kelag setze
beispielsweise neben dem Ausbau der Wasserkraft Schwerpunkte bei der
Nutzung von Abwärme und Biomasse für Raumwärme und bei
Beratungsdienstleistungen für die Kunden. Egger: "Die Kelag-Wärme ist
inzwischen der größte österreichweit tätige Wärmeanbieter und deckt
bereits 50 Prozent ihres Angebots mit Abwärmenutzung und Bioenergie
ab." In Zukunft werde man sich verstärkt der Errichtung dezentraler
wärmegeführter Anlagen zuwenden. Dringenden Handlungsbedarf sieht
Egger auch für den Ausbau der Netze: "Ohne einen Investitionsschub
für Verstärkung und Erneuerung der Netze werden wir den Ausbau der
erneuerbaren Energien nicht schaffen", so Egger.
Rübig: Netz-Investitionen dringend erforderlich
Unterstützung erhält Österreichs E-Wirtschaft mit diesen Forderungen
von politischer Seite: "Ein funktionierendes Energiesystem benötigt
insbesondere für die stärkere Nutzung der erneuerbaren Energien einen
Ausbau der Transport und der Verteilnetze und der dazugehörigen
Infrastrukturanlagen", erklärte Paul Rübig, Abg. zum europäischen
Parlament, anlässlich der Studienpräsentation. Rübig sieht die
EU-Klimaziele als weltweit einzigartigen und mutigen, weil riskanten
Schritt. Er erwartet zudem, dass Energiepolitik in der kommenden
Legislaturperiode des EU-Parlaments eine überaus wichtige Rolle
spielen wird. Zudem müsste mehr getan werden, um Innovationen zu
fördern. Rübig: "Die Energieforschung allgemein muss im kommenden 8.
Rahmenprogramm ganz dramatisch erhöht werden, insbesondere für
erneuerbare Energien und Speichertechnologien."
Rückfragehinweis:
Ernst Brandstetter Pressesprecher des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) Tel.: +43 1 50198 260 Mobil: +43 (0) 676 845 019 260 mailto:presse@veoe.at
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