• 13.05.2009, 11:49:33
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Elektro- und Elektronikindustrie: Nulllohnrunde war nie ein Thema

FEEI-Hochleitner: Angebot entspricht der Tradition der letzten Jahre / Umsätze in der EEI fielen im ersten Quartal 2009 im Schnitt um 30%

Wien (OTS) - Trotz der seit dem 3. Quartal 2008 kontinuierlich
schlechter werdenden wirtschaftlichen Lage hielt die Elektro- und
Elektronikindustrie an den KV-Verhandlungen für die rund 60.000
Beschäftigten im Frühjahr 2009 fest. Sowohl eine Null-Lohnrunde als
auch Lohn- und Gehaltskürzungen oder auch eine Verschiebung des
Verhandlungstermins waren für den Fachverband der Elektro- und
Elektronikindustrie (FEEI) nie ein Thema. Vielmehr orientiert sich
das Verhandlungsteam der Arbeitgeber-Vertreter in seinem Angebot auch
heuer an der Logik der KV-Abschlüsse der vergangenen Jahre. Nicht
nachvollziehbar und inhaltlich nicht begründbar ist für den FEEI
daher die Demonstration am heutigen Mittwoch.

FEEI-Angebot mit Abgeltung der Inflationsrate und Reallohnsteigerung
wird von Gewerkschaften abgelehnt

Das Verhandlungsteam des FEEI unterbreitete im dritten
Spitzengespräch am 27. April 2009 auf Basis der von WIFO und IHS
prognostizierten Jahresinflation 2009 von 0,6% bzw. 0,8% ein Angebot
von 1,5%, das die Inflationsrate abdeckt und eine deutliche
Reallohnsteigerung darstellt. Darüber hinaus gibt es mit den
Gewerkschaften ein grundsätzliches Einvernehmen, für Unternehmen, die
aufgrund der Wirtschaftskrise Umsatzeinbußen erlitten haben,
Ausnahmeregelungen zu diskutieren. "Die Forderungen der Gewerkschaft
bewegen sich nicht nur weit ab von jeder wirtschaftlichen Realität,
sie entsprechen auch überhaupt nicht der Logik der in den vergangenen
Jahren erzielten Abschlüsse. Gerade in wirtschaftlich schlechten
Zeiten haben wir kein Verständnis für Forderungen, die überhaupt
nicht in die derzeitige Situation passen. Wir sind bisher davon
ausgegangen, dass es das Interesse der Gewerkschaftsvertreter sein
muss, ein Ergebnis zu erzielen, das den wirtschaftlichen Fortbestand
der Unternehmen und der damit verbundenen 60.000 Arbeitsplätze
sichern hilft", zeigt FEEI-Obmann Albert Hochleitner kein Verständnis
für die derzeitige Haltung der Gewerkschaften.

Elektro- und Elektronikindustrie von Konjunkturrückgang besonders
stark betroffen

Die stark exportorientierte Elektro- und Elektronikindustrie ist
von der Wirtschaftskrise in besonderem Ausmaß betroffen. Bereits im
4. Quartal 2008 sind die Ausfuhren um 7% zurückgegangen, bei den
Auftragseingängen wurde sogar ein Minus von bis zu 20% verzeichnet.
Der Abwärtstrend hat sich im ersten Quartal 2009 weiter beschleunigt,
sämtliche Konjunkturindikatoren in der Branche befinden sich auf
Talfahrt. "Knapp 60% der Branche mussten im ersten Quartal 2009
dramatische Umsatzeinbrüche hinnehmen. Die Rückgänge bewegen sich
durchschnittlich bei 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das sind
Dimensionen, die selbst große Unternehmen an ihre Grenzen bringen",
beschreibt Hochleitner die derzeitige Situation.

Echte Sozialpartnerschaft erzielt Ergebnisse am Verhandlungstisch

Die Elektro- und Elektronikindustrie gilt als Vorreiter bei der
Schaffung moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen. "In den
vergangenen 10 Jahren haben wir mit den Gewerkschaften am
Verhandlungstisch viele schöne Ergebnisse erzielt, die immer beide
Seiten zufrieden gestellt haben. Wir haben daher überhaupt kein
Verständnis für populistische Maßnahmen, für die es noch dazu keine
inhaltliche Grundlage gibt. Die Gewerkschaften müssen ihrem
Mitgliederschwund anders begegnen als mit bedenklichen
Demonstrationen zur falschen Zeit", erklärt der FEEI-Obmann und
fordert die Gewerkschaften abschließend auf, zur seit Jahren
bewährten Vorgangsweise zurückzukehren.

Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI)
vertritt in Österreich die Interessen von rund 300 Unternehmen mit
60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von mehr als 12
Milliarden Euro (Stand 2007). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern -
dazu gehören u.a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum
Mobilkommunikation (FMK), ICT Austria, das UFH, das Umweltforum
Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer
Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie
(bahnindustrie.at) - ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position
der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit
geführten Standortwettbewerb zu stärken.

Rückfragehinweis:

Dipl. Ing. Dr. h.c. Albert Hochleitner, Obmann des FEEI
   c/o Siemens Österreich AG
   Tel.: 051707-21001
    
   Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI
   Tel.: 01/588 39-12
   E-Mail: [email protected]

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