• 13.05.2009, 11:18:36
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  • OTS0135 OTW0135

AK fordert vom Land rasch Ausbau der mobilen Pflegeangebote

Goach-Kritik: Neue Belastungen für Familien lösen Probleme nicht

Klagenfurt (OTS) - Scharfen Protest gegen den Plan von BZÖ und
ÖVP, den Angehörigen-Beitrag für die Unterbringung in Pflegeheimen
wieder einzuführen, erhebt auch die Arbeiterkammer. "Familien dürfen
durch Kostenbeteiligungen nicht weiter belastet oder gar in die Armut
gedrängt werden. Wenn nach den Vorstellungen des Sozialreferenten die
Pflege daheim stattfinden muss, dann soll er zuerst die
Voraussetzungen dafür schaffen", fordert AK-Präsident Günther Goach.

Derzeit gibt es in Kärnten weder im öffentlichen noch im privaten
Bereich ausreichend leistbare Angebote für die Betreuung von
pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause. "Die Betreuung von alten
Menschen wird zurzeit in 80 Prozent der Fälle von Frauen in den
Familien getätigt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist aber
erst in Ansätzen möglich", kritisiert Goach. Pflegebedürftige
Menschen hätten ein Recht darauf, soweit irgendwie möglich in ihrer
vertrauten Umgebung betreut zu werden. Die Lösung der damit
verbundenen Probleme und Herausforderungen dürfe aber nicht
"privatisiert" und den Familien ohne entsprechende Hilfestellung
aufgebürdet werden.

Die Arbeiterkammer fordert daher das Land auf, das Angebot an
mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten in Kärnten massiv auszubauen.
Dazu zählen Tages- und Nachtbetreuung, betreutes Wohnen,
Unterstützung bei der Alltagsbewältigung (Haushaltsführung, Kochen,
Waschen), die Erweiterung gemeindenaher Versorgungsstrukturen wie
Gesundheitssprengel und Gesundheitszentren sowie die verstärkte
Ausbildung von Fachpersonal in Sozialbetreuungsberufen.

"Langfristig muss die Betreuung und Pflege älterer Menschen in
legaler Weise sichergestellt sein. Die Verantwortung dafür liegt beim
Land", betont Goach und kritisiert die Wiedereinführung von
Kostenbeteiligungen für Angehörige bei der Heimunterbringung als
großen sozialpolitischen Rückschritt. "Damit wird weder den
Betroffenen noch den Angehörigen geholfen. Der Lösungsansatz für die
Pflege muss ein ganzheitlicher sein. Bevor das Land nicht die
Voraussetzungen für die Betreuung zu Hause schafft, können den
Familien nicht neue Belastungen aufgebürdet werden", kritisiert
Goach.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Kärnten
   Kommunikation
   Mag. Christa Maurer
   Tel.: 050 477-2401 
   Fax:  050 477-2400 
   mailto:c.maurer@akktn.at
   http://kaernten.arbeiterkammer.at

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