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Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Brot-und-Spiele-Politik in Organe (von Ralf Mosser)
Ausgabe 13. Mai 2009
Klagenfurt (OTS) - I verkauf mei Hemad und fohr in Himmel. Unter
diesem Motto wurde in Kärnten seit 1999 von den zuerst blauen, dann
orangen Referenten Finanzpolitik gemacht. Brot und Spiele hieß die
Devise, und dafür wurden auf Teufel komm raus Schulden gemacht und
das Familiensilber verrammscht. Kelaganteile um 304 Millionen Euro;
die Wohnbaudarlehen um 700 Millionen Euro; die Krankenhäuser um 250
Millionen Euro; die Hypo um 820 Millionen Euro. Trotzdem ist der
Schuldenberg auf knapp 1,8 Milliarden Euro angewachsen.
Jetzt herrscht in den Landeskassen Not und Elend - und Not macht
erfinderisch. Sozialreferent Ragger will den Regress für Heimkosten
zum Teil wieder einführen; in den Landeskrankenhäusern wird über eine
Nulllohnrunde nachgedacht; das Pendlergeld des Landes wird ersatzlos
gestrichen; die Stadt Villach soll weniger Geld für Streetworker
erhalten. Die neue Brot-und-Spiele-Politik der Orangen: Man nimmt
jenen das Brot, die bei den Spielen gar nicht dabei waren.
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0463/5866-502
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