- 12.05.2009, 11:15:49
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ÖH: Arbeit für Studierende hat sich gelohnt - viele Herausforderungen stehen noch bevor
Bessere Studienqualität als wichtiges Ziel, Farce bei Studiengebühren beenden
Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und
Hochschülerschaft (ÖH) zog in ihrer heutigen Pressekonferenz über die
Arbeit der ÖH-Bundesvertretung im vergangenen Jahr Bilanz.
Erfreut zeigte sich ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed über die
Erfolge in den Bereichen Bildungs- und Sozialpolitik. Al-Mobayyed:
"Mit dem Ziel, die Studienqualität zu erhöhen, haben wir in den
Bereichen, auf die es ankommt, entscheidende Erfolge verbuchen
können. Es gab endlich eine deutliche Budgetaufstockung für die
Hochschulen, mehr Aufmerksamkeit für die Probleme der Studierenden
bei der Bologna-Umstellung sowie eine Erhöhung der wichtigsten
Beihilfen. Die Prioritäten wurden von der ÖH-Exekutive klar gesetzt
und die Studierenden profitieren davon."
"Wir haben die Probleme bei der Bologna-Umstellung zum Thema gemacht.
Hier gibt es noch viel Nachholbedarf, die Politik hat hier wichtige
Entwicklungen verschlafen. Nicht nur eine Fortsetzung des Studiums im
Master - zumindest in derselben Studienrichtung - muss weiterhin
möglich sein, vor allem muss auch den Bachelorabsolventinnen und
-absolventen endlich eine Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben werden.
Aufgrund der anstehenden Universitätsgesetzes-Novelle stehen wir
gerade in diesem Bereich vor großen Herausforderungen", erläutert
Samir Al-Mobayyed.
Die ÖH konnte zwar im Vorfeld der neuen Studiengebühren-Regelung
wichtige Schwachstellen und Lücken aufzeigen und zu deren Korrektur
beitragen, gelöst wurden damit aber noch lange nicht alle Probleme.
"Es ist absehbar, dass die Überprüfung der Ausnahmefälle mehr kosten
wird als die Beiträge einbringen werden. Dabei spreche ich noch gar
nicht von den anderen Ungerechtigkeiten: Etwa, wer motiviert ist und
mehrere Studien absolvieren möchte, wird bestraft und muss zahlen.
Diese Regelung ist leistungsfeindlich!", kritisiert Al-Mobayyed und
fordert: "Der Wissenschaftsminister muss diese Farce endlich
beenden."
"Der Stil der ÖH-Arbeit hat sich geändert und in vielen Bereichen
zeigt sich, dass man mit einer ausgestreckten Hand mehr erreicht als
mit der kalten Schulter", beschreibt der ÖH-Vorsitzende die
Arbeitsweise seines Teams und fordert abschließend: "Auf kurz oder
lang werden wir um eine Direktwahl der Bundesvertretung nicht vorbei
kommen, um eine stabile ÖH zu garantieren."
Rückfragehinweis:
Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH)
Julia Forstner, Pressesprecherin
Tel.: 01/310-88-80/20, Mobil: 0676 888 52 212
mailto:[email protected] http://www.oeh.ac.at
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