• 11.05.2009, 11:44:01
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Volkshilfe zum internationalen Tag der Pflege

Volkshilfe Präsident Josef Weidenholzer macht auf den dramatischen Personalmangel aufmerksam

Wien (OTS) - Seit 1963 erinnern Pflegende jedes Jahr am 12. Mai an
den Geburtstag von Florence Nightingale. Ihr größter Erfolg war es,
die Krankenpflege zu einem allgemein anerkannten Beruf für Frauen zu
machen.

Drückender Personalmangel

Die Situation der Menschen, die heute in Pflegeberufen arbeiten,
ist aber alles andere als zufrieden stellend. Permanenter Stress,
Überlastung und ein hohe Burn-out Rate gehören zum Alltag. Es können
schon derzeit viele Planposten in der diplomierten Pflege aufgrund
von Personalmangel nicht besetzt werden. "Dabei ist Österreich laut
einer WHO Studie vor allem mit ausgebildeten Pflegepersonen
dramatisch unterbesetzt. In Finnland gibt es pro 1000 EinwohnerInnen
21,7 Pflegepersonen, in Deutschland immerhin 9,5 und in Österreich
nur 5,8", so Volkshilfe Österreich Präsident Josef Weidenholzer.

Steigender Bedarf

Zusätzlich wird der Bedarf in den nächsten Jahren weiter steigen,
alleine aufgrund der Tatsache, dass die ÖsterreicherInnen immer älter
werden. Besonders schwer ist es, Personal für den Bereich der
Hauskrankenpflege zu finden. Aufgrund von Personalknappheit können
viele diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen ihren
Arbeitsplatz auswählen, durch die Ausbildung im Krankenhaus ist
dieses Arbeitsfeld den AbsolventInnen aber wesentlich vertrauter.
Auch die Verantwortung, grundsätzlich eigenverantwortlich und alleine

entscheiden zu müssen, schreckt viele junge Menschen ab. 
 
Beruf attraktiver machen

"Die Pflege braucht aus Sicht der Volkshilfe endlich mehr
Aufmerksamkeit und Anerkennung", so Volkshilfe Geschäftsführer Erich
Fenninger. Neben der Gewinnung von Fachkräften sei die Verbesserung
der Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige und innovative
Pflege daher ein zentrales Anliegen der Volkshilfe Österreich. Das
bedeutet auch eine Erhöhung der Personalschlüssel und eine bessere
Bezahlung.

"Alleine im Jahr 2009 wird die Volkshilfe mit ihren
Landesorganisationen rund 500 neue Jobs schaffen. Es könnten noch
weit mehr Arbeitsplätze in der Pflege geschaffen werden, wenn die
Verantwortlichen PolitikerInnen in Bund und Länder mehr Geld in
diesem Bereich investieren würden", so Erich Fenninger.

"Die Leistungen, die Pflegekräfte tagtäglich erbringen, können gar
nicht hoch genug bewertet werden. Sie seien vielseitig gefordert und
arbeiten "nah am Menschen". Dafür gebühre ihnen die Anerkennung der
ganzen Gesellschaft und das nicht nur am internationalen Tag der
Krankenpflege", so der Präsident der Volkshilfe Österreich Josef
Weidenholzer.

Rückfragehinweis:

Erwin Berger, MAS
   Leiter Kommunikation Volkshilfe Österreich
   Mobil: 0676 83 402 215
   E-mail: erwin.berger@volkshilfe.at
    
   Mag. Robert Hartmann
   Leiter Fachbereich Gesundheit
   Mobil: 0676 83 402 239
   E-mail: robert.hartmann@volkshilfe.at

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