- 09.05.2009, 12:00:00
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Flüsse und Bäche sind Lebensräume und Orte der Naherholung
Spiersbach erfolgreich wiederbelebt - Grenzüberschreitendes Projekt hat Vorbildcharakter
Feldkirch (VLK) - Rund 370.000 Euro hat die naturnahe
Neugestaltung der Spiersbachmündung am Feldkircher Illspitz gekostet;
knapp sieben Monate wurde daran gearbeitet. Bei der Eröffnungsfeier
heute, Samstag, lobten Landeshauptmann Herbert Sausgruber und
Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger die gute
grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Vorarlberg und dem
Fürstentum Liechtenstein, die gemeinsam das Projekt umgesetzt haben.
Bauherrin war die Stadt Feldkirch. "Durch die neue Gestaltung des
Mündungsbereiches ist ein für beide Seiten attraktiver Ort der
Naherholung entstanden, über den sich die Menschen in der ganzen
Region freuen können", sagten Sausgruber und Egger.
In den Jahren 2000 bis 2002 haben Vorarlberger und Liechtensteiner
Experten ein Gewässerentwicklungskonzept für den Spiersbach und seine
Zubringer erarbeitet. Darin war vorgesehen, schrittweise den stark
verbauten Spiersbach in einen naturnahen Fluss zurückzuverwandeln.
Ursprünglich bestand das Gewässersystem des Spiersbaches aus
zahlreichen kleineren Bächen, die beim Bau der Hochwasserschutzdämme
zum Rhein jedoch zu Kanälen zusammengefasst wurden. Nach Umsetzung
etlicher Maßnahmen im Rahmen des Konzepts ist das Leben am und im
Spiersbach wieder zurückgekehrt.
Für Landeshauptmann Herbert Sausgruber ergeben sich aus der
gelungenen naturnahen Wiederanbindung des Spiersbaches an den
Alpenrhein vielfältige Naherholungs-Möglichkeiten für die Einwohner
in der Region: "Das grenzüberschreitende Projekt hat
Vorbildcharakter. Die Erfahrungen lassen sich für die Zukunft
einträglich nutzen". Zur Attraktivität des neugestalteten
Spiersbaches trägt auch der Radweg bei, der an ihm entlang führt.
Nachhaltige Revitalisierung
Das Gewässersystem des Spiersbachs wurde in den letzten Jahren
konstant verbessert. Durch die Laufverlängerung in Richtung der alten
Illmündung konnten das Gefälle und somit die Strömungsgeschwindigkeit
reduziert werden. Die "harte" Verbauung im Mündungsbereich wurde
abgelöst von einer dem Lebensraum entsprechenden Vegetation. Für
Landesrat Egger krönt die neugestaltete Mündung die langjährigen
Bemühungen zur nachhaltigen Revitalisierung des Gerinnes. Besonders
erfreulich für Egger: "Sowohl die Interessen der Ökologie als auch
jene des Schutzwasserbaues sind im Sinne der Nachhaltigkeit optimal
berücksichtigt worden". Wichtig sei außerdem die integrative Planung
gewesen, so Egger: "Bei der Erstellung des Konzepts wurden nicht
einzelne Bäche, sondern das gesamte Einzugsgebiet erfasst".
Investition in den Lebensraum
Auch für Feldkirchs Bürgermeister Wilfried Berchtold hat sich die
Investition in den Lebensraum gelohnt: "Die Renaturierung der
Spiersbachmündung ist ein weiteres Beispiel der guten
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Von der ökologischen Aufwertung
dieses beliebten Naherholungsgebietes profitieren die
Feldkircherinnen und Feldkircher ebenso wie unsere unmittelbaren
Nachbarn in Liechtenstein und der Schweiz".
Fest für die ganze Familie
Der Eröffnung war eine Radsternfahrt vorangegangen, an der sich
etliche Radfahrer beteiligten. Nach der Eröffnung erwartete die
Besucherinnen und Besucher ein umfangreiches Rahmenprogramm: Die
Wasserrettung simulierte einen Einsatz, der Fischereiverein
informierte über Fische und Fischerei im Allgemeinen und der
Pontonierfahrverein Oberriet präsentierte sich auf dem Rhein. Kinder
hatten die Möglichkeit, gemeinsam mit Erlebnispädagogen Fauna und
Flora rund um den Spiersbach zu erkunden.
Rückfragehinweis:
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