• 09.05.2009, 11:54:18
  • /
  • OTS0032 OTW0032

ÖAAB-Tamandl: Aufweichung der Kurzarbeit absolut falsches Signal

Gut ausgebildete Arbeitnehmer/-innen als Kapital begreifen

Wien (ÖAAB Wien) - "Ich halte es in der jetzigen Situation für das
absolut falsche Signal an die Arbeitnehmer/-innen, mit einer
Aufweichung des Kündigungsschutzes bei Kurzarbeit zu drohen", so
Gabriele Tamandl, Spitzenkandidatin der Fraktion ÖAAB-Christliche
Gewerkschafter bei den Wiener AK-Wahlen. "Die Arbeitnehmer/-innen
haben zu Gunsten Ihrer Unternehmen bereits große Opfer auf sich
genommen", dies gehöre mit Kündigungsschutz belohnt und nicht mit
drohender Kündigung abgestraft, so Tamandl.

Die Unternehmen müssten beginnen, Ihre Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter als Kapital für die Zukunft zu sehen, wenn die Krise
durchtaucht sei und nicht Kurzschlusshandlungen setzen, fordert
Tamandl weiter. "Man muss natürlich nach dem Auslaufen der
Kurzarbeitszeitregelung über neue Maßnahmen nachdenken, sollte diese
nicht wie erhofft wirken. Allerdings kann es nicht sein, dass das
einzige Einsparungspotential bei den Lohn- und Lohnnebenkosten
liegt", gibt Tamandl zu bedenken. Gemeinsam mit der Politik sei es an
den Unternehmen, sich neue Wege zu überlegen, die nicht noch mehr
Menschen in die Arbeitslosigkeit dränge, sollten die angesprochenen
Modelle nicht greifen.

"Die Arbeitnehmer/-innen haben Modellen wie der Kurzarbeit oder dem
Lohnverzicht zugestimmt, im Vertrauen, damit den Unternehmen über
die Krise zu helfen und Ihren Arbeitsplatz sichern zu können. Wir
dürfen dieses Vertrauen jetzt nicht ausnutzen. Jetzt ist es an den
Unternehmen, Ihren Teil der Vereinbarung auch einzuhalten", so
Tamandl abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖAAB Wien, Michaela Spettel, Pressesprecherin
Tel.: 0664/8383 247, Mail:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AAW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel