- 07.05.2009, 11:50:08
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Auch FCG-Finanzgewerkschaft fordert mehr Steuergerechtigkeit
Wirksame Steuerbetrugsbekämpfung muss allerdings vor Einführung neuer Steuern kommen
Wien (OTS) - "Wenn nun Bundeskanzler Faymann über mehr
Steuergerechtigkeit in Österreich nachdenken lässt, muss vor Allem im
Vordergrund stehen, dass die bestehenden Abgabenansprüche
durchgesetzt werden können", verlangt Christgewerkschafter Klaus M.
Platzer, Vorsitzender der Finanzgewerkschaft.
Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider schätzt, dass die
Schattenwirtschaft in Österreich heuer um fünf Prozent auf 20,5 Mrd.
Euro zulegen wird. Allein eineinhalb Milliarden davon verursachten so
genannte Karussellgeschäfte. Unternehmen bilden dabei
grenzüberschreitende Lieferketten und stellen Rechnungen mit
Umsatzsteuer aus, um dem Rechnungsempfänger den Vorsteuerabzug zu
ermöglichen, führen die geschuldete Umsatzsteuer jedoch nicht ab.
"Anstelle sich über die Einführung neuer Steuern den Kopf zu
zerbrechen, sollte eher darüber nachgedacht werden, wie die
bestehenden Abgaben - auch angesichts des immer weniger werdenden
Personals in der Finanzverwaltung - effizient und effektiv
hereingebracht werden können, und dem Steuerbetrug wirksam - durch
gezielten Einsatz der EDV - begegnet werden kann", so Platzer. Und
weiter: "Da Österreich (und auch Deutschland) hinsichtlich der
Bekämpfung des Karussellbetrugs bei der EU-Kommission mit der
Einführung des so genannten General Reverse Charge-Systems unter
Anderem auch deshalb gescheitert sind, weil dieses System deutlich
mehr bürokratischen Aufwand und daher auch größeren Personalbedarf
mit sich gebracht hätte, ist es höchst an der Zeit, dem
Vorsteuerbetrug durch Einführung des Überrechnungssystems zu Leibe zu
rücken".
Hierbei handelt es sich um ein System, das den Umsatzsteuerbetrug
in der Unternehmerkette und die Vorsteuerverluste aus Insolvenzen
vollständig und endgültig ausschaltet. Damit wird in erster Linie der
gewerblich organisierten Kriminalität der Zugriff auf Steuergelder
verwehrt. Es bringt sowohl der Verwaltung als auch der Wirtschaft
wesentliche Einsparungen und eine Erhöhung der Rechtssicherheit.
"Und das muss auch im Sinne der Bundesregierung gelegen sein!",
schließt Platzer.
Rückfragehinweis:
HR Klaus M. Platzer
Vorsitzender der Bundesvertretung Finanz in der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst
1030 Wien, Hintere Zollamtsstraße 2b
Telefon: +43 1 51433 501490
Mobil: +43 664 2024553OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NOB






