• 07.05.2009, 10:05:25
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Erzdiözese Wien: Muttertags-Sammlung für Schwangere in Not

Hilfsfonds der Erzdiözese Wien wurde 1973 auf Initiative Kardinal Königs gegründet - Bisher wurde mehr als 20.000 Schwangeren geholfen

Wien, 06.05.2009 (KAP) In der Erzdiözese Wien wird auch heuer wieder
der Muttertag (10. Mai) zum Anlass genommen, um auf die schwierige
Lebenssituation von Schwangeren in Not aufmerksam zu machen: In
allen Pfarren wird am Sonntag für den "Diözesanen Hilfsfonds für
Schwangere in Notsituationen" gesammelt. Der Fonds wurde 1973 auf
Initiative von Kardinal Franz König ins Leben gerufen - als positive
kirchliche Antwort auf die damalige öffentliche Auseinandersetzung
um die Einführung der Fristenregelung. Seit der Gründung des
Hilfsfonds konnte mehr als 20.000 Schwangeren geholfen werden.

Kardinal Christoph Schönborn betonte in einem Brief an die Wiener
Pfarrer, dass es darum gehe, das "Ja zum Kind" zu erleichtern. Das
Spendenaufkommen habe im Vorjahr ermöglicht, dass mehr als 3.700
Beratungsgespräche geführt werden konnten; es seien Miet- und
Energiekostenzuschüsse sowie Gutscheine für Babynahrung usw.
vergeben worden. Auch Kurse für Haushaltsführung und Handarbeit,
Sprachkompetenz oder Babypflege seien durchgeführt worden. "Das Ziel
des Hilfsfonds ist nicht nur die momentane materielle Absicherung
für Mutter und Kind, sondern das Aufzeigen von Perspektiven, die
Förderung der Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, die
Stärkung des Selbstwertgefühls und die Unterstützung bei der
Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen", betonte der
Kardinal.

Wie die Vorsitzende des "Diözesanen Hilfsfonds", Katalin
Haunold-Vatai, im Gespräch mit "Kathpress" betonte, kommen alle
Spenden ausschließlich den Hilfe suchenden Müttern und ihren Kindern
zugute. Die Verwaltungs- und Personalkosten des Fonds werden von der
Erzdiözese Wien getragen. Im Vorjahr wurden mehr als 180.000 Euro
gesammelt.

Die Begünstigten sind laut Haunold-Vatai meist Frauen, deren
Schwangerschaft in eine wirtschaftlich schwierige Lebenssituation
fällt: "Manchmal sind es Studentinnen, die von ihrem auch in
Ausbildung befindlichen Freund hören: Entweder das Kind oder ich;
oder aber Mütter, die schon mit ihren bisherigen Kindern kaum das
Auslangen fanden und nun ein weiteres erwarten". Es gebe leider auch
immer wieder Situationen, dass eine Mutter kurz vor der Geburt oder
mit einem kleinen Kind von der Delogierung bedroht ist, kein warmes
Wasser hat und manchmal noch nicht einmal weiß, wovon sie
Lebensmittel kaufen soll.

Die Kirche hilft in solchen Härtefällen mit Beratung, Sach- und
zeitlich begrenzten Geldspenden (bis zum ersten oder maximal zweiten
Geburtstag des Kindes). Oft ergeben sich auch neue Perspektiven,
wenn die Entscheidung für das Kind erst einmal getroffen wurde, weiß
Haunold-Vatai aus ihrer Erfahrung. (Spenden: Kto. Nr. 166 801,
Bankhaus Schelhammer & Schattera , BLZ 19190; Informationen:
Internet: www.hilfsfonds.or.at).

(ende)
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