• 02.05.2009, 08:00:00
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"profil": BH-Generalstabschef: Heer muss bei Auslandseinsätzen sparen

Entacher kürzt von 1400 auf 1100 Mann - keine neuen Missionen finanzierbar

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" warnt Edmund Entacher, der
Generalstabschef des Bundesheeres, vor den Folgen der Einsparungen
beim Heeresbudget. Bei den Auslandseinsätzen des Bundesheeres kündigt
er eine Reduktion von derzeit 1400 auf 1100 Soldaten an, "weil es
einfach zu teuer kommt". Derzeit laufende Einsätze wie auf dem Golan,
im Kosovo oder im Tschad seien vorerst nicht betroffen, aber neue
Missionen im Ausland seien "derzeit finanziell nicht darstellbar".

Bedenklich sei, dass durch Kürzungen beim Sachaufwand von knapp
neun Prozent pro Jahr fast keine Neuinvestitionen mehr vorgenommen
werden könnten. "Das ist natürlich schon ein Hammer!", so Entacher.
Damit könne das Bundesheer auch bei der Konjunkturbelebung nicht
mitwirken. Auch der Ankauf von Schulungsflugzeugen als Ersatz für die
altersschwachen Saab 105 müsse verschoben werden. "Wir hätten in der
Luft vergleichsweise zwischen der Formel 1 und dem Moped nichts mehr
zur Verfügung", warnt der General im Gespräch mit "profil".

"Von den Zusagen der Reformkommission wurde wenig eingehalten",
klagt Entacher. Dazu komme, dass die Mehrkosten für den Flugbetrieb
mit den Eurofightern im Vergleich zu den ausrangierten Draken von
jährlich 17 bis 20 Millionen Euro entgegen früheren Zusagen dem
Heeresbudget angelastet wurden.

Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502

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