- 30.04.2009, 12:34:26
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E-Wirtschaft: Netz-Investitionen benötigen Finanzierung
Wien (OTS) - Österreichs E-Wirtschaft weist die Behauptung von
E-Control-Chef Walter Boltz, es seien Über- und Fehlinvestitionen
getätigt worden, entschieden zurück. Ein Vorziehen von Investitionen
ohne gesicherte Abgeltung durch den Regulator sei nicht möglich,
erklärt die Generalsekretärin des Verbands der
Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt.
Durch Tarifregulierung der Netze gab es für die österreichischen
Stromkunden seit der Liberalisierung bisher Einsparungen in der Höhe
von 625 Mio. Euro, und bis 2013 wird die Einsparung insgesamt rund
730 Mio. Euro betragen. Schmidt: "Trotz dieser Reduktion der
Netztarife bis zu 40 Prozent haben wir eine noch gute Versorgungs-
und Servicequalität, obwohl die Ausfallszeiten innerhalb weniger
Jahre spürbar gestiegen sind." Um die Versorgungssicherheit halten zu
können und die Netze an neue Anforderungen anzupassen, seien erhöhte
Investitionen erforderlich, die im Netztarif anerkannt werden
müssten. Schmidt zeigte sich zudem erstaunt darüber, dass der
Regulator kurz vor dem Abschluss der von beiden Seiten konstruktiv
geführten Gespräche über die nächste Regulierungsperiode plötzlich
öffentlich "erbost" sei.
Einführung von Smart Metering kostet rund 1,6 Mrd. Euro
Die Einführung von Smart Metering in Österreich wird wesentlich
höhere Kosten verursachen und noch länger dauern, als der Regulator
behauptet. Schmidt: "Für rund fünf Millionen Zähler und die dazu
gehörende Dateninfrastruktur sind Investitionen von rund 1,6 Mrd.
Euro notwendig. Diese Investitionen sind mit dem aktuellen
Messentgelt von 2,4 Euro pro Zählstelle nicht finanzierbar."
Zusätzlich gibt es noch nicht einmal die notwendigen Standards für
die Funktionalitäten und die Kommunikationsinfrastruktur der neuen
Zähler. Schmidt: "Europaweit gibt es noch kein echtes Smart Metering.
Ein überhasteter Roll-Out würde Österreich zum Versuchslabor der
Industrie machen und die Konsumenten müssten die Kosten tragen."
Optimierung der Genehmigungsverfahren notwendig
Erfreulich ist aus Sicht der E-Wirtschaft dagegen, dass sich auch die
E-Control für eine Optimierung der Genehmigungsverfahren im
Infrastrukturbereich ausspreche. Schmidt: "Wir sind hier wirklich für
jede Unterstützung dankbar."
Rückfragehinweis:
Ernst Brandstetter Pressesprecher des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) Tel.: +43 1 50198 260 Mobil: +43 (0) 676 845 019 260 E-Mail: [email protected]
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