Grüne Wien: SPÖ wendet sich vom FAIRTRADE-Gedanken ab

Lachkovics: Die Weiterentwicklung des fairen Handels ist der SPÖ kein Anliegen, sie begnügt sich mit Bananen

Wien (OTS) - "Die Rathaus-SPÖ ruht sich auf ihren Anfangslorbeeren der FAIRTRADE-Beschaffung aus und weigert sich, einen Schritt weiter zu gehen", kommentiert Grün-Gemeinderätin Eva Lachkovics die gestrige Ablehnung ihrer Anträge zur Weiterentwicklung der Wiener Fairtrade-Beschaffung. "Vor ein paar Wochen noch ist SPÖ-Gemeinderätin Sonja Kato als Rednerin und große Unterstützerin auf einer Fairtrade -Gala aufgetreten und nun lehnt sie im Namen der Rathaus-SPÖ strikt ab, dass Wien wie 28 österreichische Gemeinden Fairtrade-Stadt wird", erklärt Lachkovics.

Lachkovics hat in der gestrigen Gemeinderatssitzung neben einem Antrag, Wien so wie bereits Brüssel, London, Kopenhagen oder San Francisco zur Fairtrade-Stadt zu machen, auch einen Antrag auf Beschaffung von Arbeitskleidung und Computern nach sozial und arbeitsrechtlich fairen Kriterien gestellt. Derzeit beschränkt sich die faire Beschaffung der Stadt Wien hauptsächlich auf Kaffe, Bananen und Orangensaft. "Bewusstseinsbildung für den Fairtrade-Gedanken und Weiterentwicklung des fairen Handels ist für die SPÖ kein Thema", so Lachkovics.

Allein für Arbeitskleidung und Computer würden von der Gemeinde Wien pro Jahr rund 11,5 Millionen Euro ausgegeben. "Mit einem solchen Auftragsvolumen könnte in den Herstellungsländern - Billiglohnländer des Südens - bereits mittelfristig die Lebensqualität vieler Benachteiligter deutlich angehoben werden", erläutert Lachkovics. Es sei nicht einzusehen, warum in Wien nicht möglich sei, was in Rom oder Liverpool schon längst zum Alltag gehört. Fairtrade trägt zu einem Wandel der globalen Gesellschaft bei, was in Zeiten einer Finanz- und Wirtschaftskrise ein Gebot der Stunde ist. Lachkovics bedauert, dass die Gemeinde Wien hier leichtfertig eine Chance verpasst hat, mit gutem Beispiel für mehr Verteilungsgerechtigkeit voranzugehen. "Wir Grünen werden uns verstärkt dafür einsetzen, um ein Umdenken zu bewirken", so Lachkovics abschließend.

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