• 30.04.2009, 11:33:18
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Grüne Wien: SPÖ wendet sich vom FAIRTRADE-Gedanken ab

Lachkovics: Die Weiterentwicklung des fairen Handels ist der SPÖ kein Anliegen, sie begnügt sich mit Bananen

Wien (OTS) - "Die Rathaus-SPÖ ruht sich auf ihren Anfangslorbeeren
der FAIRTRADE-Beschaffung aus und weigert sich, einen Schritt weiter
zu gehen", kommentiert Grün-Gemeinderätin Eva Lachkovics die gestrige
Ablehnung ihrer Anträge zur Weiterentwicklung der Wiener Fairtrade-
Beschaffung. "Vor ein paar Wochen noch ist SPÖ-Gemeinderätin Sonja
Kato als Rednerin und große Unterstützerin auf einer Fairtrade -Gala
aufgetreten und nun lehnt sie im Namen der Rathaus-SPÖ strikt ab,
dass Wien wie 28 österreichische Gemeinden Fairtrade-Stadt wird",
erklärt Lachkovics.

Lachkovics hat in der gestrigen Gemeinderatssitzung neben einem
Antrag, Wien so wie bereits Brüssel, London, Kopenhagen oder San
Francisco zur Fairtrade-Stadt zu machen, auch einen Antrag auf
Beschaffung von Arbeitskleidung und Computern nach sozial und
arbeitsrechtlich fairen Kriterien gestellt. Derzeit beschränkt sich
die faire Beschaffung der Stadt Wien hauptsächlich auf Kaffe, Bananen
und Orangensaft. "Bewusstseinsbildung für den Fairtrade-Gedanken und
Weiterentwicklung des fairen Handels ist für die SPÖ kein Thema", so
Lachkovics.

Allein für Arbeitskleidung und Computer würden von der Gemeinde Wien
pro Jahr rund 11,5 Millionen Euro ausgegeben. "Mit einem solchen
Auftragsvolumen könnte in den Herstellungsländern - Billiglohnländer
des Südens - bereits mittelfristig die Lebensqualität vieler
Benachteiligter deutlich angehoben werden", erläutert Lachkovics. Es
sei nicht einzusehen, warum in Wien nicht möglich sei, was in Rom
oder Liverpool schon längst zum Alltag gehört. Fairtrade trägt zu
einem Wandel der globalen Gesellschaft bei, was in Zeiten einer
Finanz- und Wirtschaftskrise ein Gebot der Stunde ist. Lachkovics
bedauert, dass die Gemeinde Wien hier leichtfertig eine Chance
verpasst hat, mit gutem Beispiel für mehr Verteilungsgerechtigkeit
voranzugehen. "Wir Grünen werden uns verstärkt dafür einsetzen, um
ein Umdenken zu bewirken", so Lachkovics abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]

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