- 30.04.2009, 09:40:02
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Rotkreuz-Hilfe in Myanmar: ein Jahr nach der Katastrophe
Österreichischer Rotkreuz-Helfer Michael Wolf: "Sauberes Trinkwasser ist in Myanmar Mangelware"
Wien/Yangon (Rotes Kreuz) - Seit dem verheerenden Zyklon "Nargis"
in Myanmar vor genau einem Jahr hat das Rote Kreuz mehr als eine
Million Menschen beim Wiederaufbau unterstützt.
Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe stehen die Helfer noch immer
vor großen Herausforderungen. "Die Versorgung mit sauberem
Trinkwasser ist problematisch", berichtet Michael Wolf, der in
Myanmar Wiederaufbauprojekte des Roten Kreuzes koordiniert. "Da die
meisten Wassertanks und Sammelbecken durch den Sturm zerstört worden
sind, gibt es zuwenig Wasserreserven in der Trockenzeit. Bald beginnt
der Monsun. Dann wird sich die Situation hoffentlich ein bisschen
entspannen."
Nur mit dem in der Regenzeit gesammelten Wasser kann die Versorgung
während der Trockenzeit gewährleistet werden. Bislang wurde rund die
Hälfte der Auffangbecken repariert. "Wir versuchen pro Dorf
mindestens einen Trinkwasserbrunnen funktionstüchtig zu machen", so
Wolf. "Wo trotzdem Engpässe entstehen, verteilen wir
Wasserreinigungstabletten und an manchen Stellen haben wir noch
Trinkwasseraufbereitungsanlagen im Einsatz."
Ein weiterer Schwerpunkte der Rotkreuz-Hilfe in Myanmar ist der
Wiederaufbau von Häusern. Nach wie vor leben 100.000 Familien in
Notunterkünften. Das Österreichische Rote Kreuz bleibt auch nach
erfolgtem Wiederaufbau mit langfristigen und nachhaltigen Projekten
zur Wasserversorgung in Myanmar aktiv.
Der Wirbelsturm "Nargis" am 2. Mai 2008 war die schwerste
Naturkatastrophe des vergangenen Jahres. Der Zyklon verwüstete weite
Teile des Irawadi-Deltas im Süden Myanmars und forderte 138.000
Menschenleben.
Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43 1 589 00-151 Mobil: +43 664 823 48 02 mailto:[email protected] http://www.roteskreuz.at
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