Tirol: Dinkhauser stürzt total ab - Umfrage der Bezirksblätter analysiert Tiroler Politlandschaft

Der Senkrechtstarter Dinkhauser steht vor seinem politischen Scherbenhaufen

Innsbruck (OTS) - Wie die Bezirksblätter Tirol in ihrer morgigen Ausgabe berichten, scheint das "politische Sommergewitter Fritz Dinkhauser" vorbei zu sein. Weniger als 12 Monate nach dem Erdrutschsieg der Bürgerliste um Fritz Dinkhauser, der mehr als 18% der Wählerstimmen bei den Landtagswahlen 2008 einheimsen konnte, hat der ehemalige Tiroler AK-Präsident sein politisches Kapital beinahe zu Gänze verspielt. Günther Platter, der auf den glücklosen Herwig van Staa gefolgt war, etablierte sich recht gut als Landeshauptmann von Tirol. Dinkhauser hingegen, das geht aus der Umfrage des Grazer Meinungforschungsinstitutes GMK hervor, verliert bei den Tiroler auf allen Linien. So kennen den Poltergeist zwar immer noch fast alle Tiroler, aber nur mehr 43% möchten, dass Dinkhauser auch künftig eine wichtige Rolle im Lande einnimmt. Bei Platter wünschen dies immerhin 80%.

Noch härter gehen die Befragten mit Dinkhauser ins Gericht, wenn es um Sympathie geht. Hier schloss Dinkhauser zu seinem Hauptgegner Agrarlandesrat Anton Steixner auf und erreicht auf der Schulnotenskala die bedenkliche Durchschnittsnote "3". Dinkhausers Nachfolger im Amt des Arbeiterkammerpräsidenten Erwin Zangerl schneidet diesbezüglich seht gut ab und kommt auf die Note "2,3" -wie auch Landeshauptmann Günther Platter, der damit ebenfalls seinen Vorgänger Herwig van Staa klar in den Schatten stellt.

Würde am kommenden Sonntag gewählt, könnten sich die ÖVP auf 44% und die SPÖ auf 20% steigern. Vor einem Jahr erreichte die VP 40%, die Sozialdemokraten sackten auf 15% ab.

Kein Ende des Abwärtstrends ist hingegen bei Tirols Grünen bemerkbar. Würde diesen Sonntag gewählt, kämen die Grüne nur noch auf 8% der Stimmen. 2003 waren es 15% und letztes Jahr 10,7%. Dinkhausers Bürgerforum erreicht in der aktuellen Hochrechnung nur noch 12% -2008 waren es mehr als 18% . Die FPÖ pendelt sich bei 13% ein.

Meinungsforscher Anton Leinschitz von GMK: "Platter ist auf dem besten Weg, sich als Landeschef zu positionieren und Dinkhauser auf dem absteigenden Ast. Neben Platter schwächeln die übrigen Regierungsmitglieder, was deren Bekanntheit und Standing betrifft. Außer Toni Steixner und SP-Chef Gschwentner konnte sich augenscheinlich kein Landesrat profilieren." So übertrifft Wirtschaftskammer-Chef Bodenseer die Wirtschaftslandesrätin Patizia Zoller-Frischauf sowohl bei den Bekanntheitswerten als auch bei der Bedeutung, die die Tiroler den beiden Politikern in Zukunft beimessen wollen.

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