ORF NÖ: "Leben ohne Grenzen - Fünf Jahre EU-Erweiterung"

Ein "Österreich-Bild am Sonntag" am 3. Mai in ORF 2

St. Pölten (OTS) - Vor fünf Jahren, am 1. Mai 2004, ist die Erweiterung der Europäischen Union um zehn Staaten auch mit einem großen Fest im Dreiländereck Weinviertel-Südmähren-Westslowakei gefeiert worden:
Drei Länder, drei Sprachen, Gemeinsames und Trennendes auf engstem Raum. Von einem "historischen Tag" wurde damals gesprochen, von "Chancen für die Zukunft". Österreich, lange Zeit mit dem Eisernen Vorhang im Rücken, rückte durch den EU-Beitritt Tschechiens, der Slowakei und auch Ungarns und Sloweniens endgültig in die Mitte Europas.

"Leben ohne Grenzen", ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Judith Weissenböck und Richard Grasl, Kamera: Helmut Muttenthaler), zieht am Sonntag, 3. Mai um 18.25 Uhr in ORF 2 anlässlich des fünften Jahrestages der EU-Erweiterung und eineinhalb Jahre nach dem Ende der Grenzkontrollen als Folge des Schengen-Abkommens eine erste Bilanz:

Ist es gelungen, die so oft zitierten "Grenzen in den Köpfen" abzubauen? Wer hat vom "gemeinsamen Europa" besonders profitiert? In welchen Regionen sind aus Nachbarn Partner geworden - und wo müssen noch Brücken geschlagen werden? Fünf Menschen, die in der Grenzregion Niederösterreichs leben und arbeiten, geben Antworten aus ihrem eigenen Alltag:

*Gerhard Schödinger, der Bürgermeister des Grenzortes Wolfsthal:
Zehn Prozent der Einwohner von Wolfsthal stammen mittlerweile aus der Slowakei. Der Gemeindepolitiker hat durchgesetzt, dass der Stadtbus von Bratislava über die Staatsgrenze bis in seine Gemeinde geführt wird.

*Martin Leidenfrost, Schriftsteller aus Niederösterreich: Er hat einen Wohnort gesucht, von dem aus Wien gut zu erreichen ist, hat sich in Devínska Nová Ves angesiedelt und lebt seit knapp fünf Jahren im slowakischen Plattenbau.

*Hermann Nitsch, Künstler aus Prinzendorf im Weinviertel: Der Maler kennt als Kosmopolit zwar prinzipiell keine Grenzen - dennoch freut er sich über die Entwicklung. Auch, weil seine Bilder nicht mehr durch den Zoll müssen.

*Monika Langthaler, Unternehmerin: Sie hat mit ihrem Mann den "Filmhof" in Asparn an der Zaya gegründet. Bei vielen Weinviertlern konstatiert sie nach wie vor große Angst vor dem Unbekannten, dem Fremden.

*Karin Mewald betreibt ein 4-Sterne-Hotel und ein Restaurant in Poysdorf: Ein Drittel der Gäste kommt aus Tschechien. Und ohne EU-Erweiterung, ist die Unternehmerin überzeugt, würde das Lokal sicher nicht existieren.

Einig sind sich alle Gesprächspartner im "Österreich-Bild am Sonntag", dass das Dreiländereck von der EU-Erweiterung stark profitiert, dass das Leben ohne Grenzen einfacher geworden ist. Allerdings gibt es auch weiterhin Barrieren: Mangelnde Verständigungsmöglichkeiten aufgrund fehlender Sprachkenntnisse zum Beispiel. Und die fehlende Brücke über die March, die nur schwer und an manchen Tagen mit dem Auto überhaupt nicht überquert werden kann.

Rückfragen & Kontakt:

ORF Landesstudio Niederösterreich
Mag. Michael Koch
Telefon: 02742 / 2210 - 23 754

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NOA0001