- 28.04.2009, 12:39:14
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ORF NÖ: "Leben ohne Grenzen - Fünf Jahre EU-Erweiterung"
Ein "Österreich-Bild am Sonntag" am 3. Mai in ORF 2
St. Pölten (OTS) -
Vor fünf Jahren, am 1. Mai 2004, ist die Erweiterung der
Europäischen Union um zehn Staaten auch mit einem großen Fest im
Dreiländereck Weinviertel-Südmähren-Westslowakei gefeiert worden:
Drei Länder, drei Sprachen, Gemeinsames und Trennendes auf engstem
Raum. Von einem "historischen Tag" wurde damals gesprochen, von
"Chancen für die Zukunft". Österreich, lange Zeit mit dem Eisernen
Vorhang im Rücken, rückte durch den EU-Beitritt Tschechiens, der
Slowakei und auch Ungarns und Sloweniens endgültig in die Mitte
Europas.
"Leben ohne Grenzen", ein "Österreich-Bild am Sonntag" aus dem ORF
Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Judith Weissenböck und
Richard Grasl, Kamera: Helmut Muttenthaler), zieht am Sonntag, 3. Mai
um 18.25 Uhr in ORF 2 anlässlich des fünften Jahrestages der
EU-Erweiterung und eineinhalb Jahre nach dem Ende der Grenzkontrollen
als Folge des Schengen-Abkommens eine erste Bilanz:
Ist es gelungen, die so oft zitierten "Grenzen in den Köpfen"
abzubauen? Wer hat vom "gemeinsamen Europa" besonders profitiert? In
welchen Regionen sind aus Nachbarn Partner geworden - und wo müssen
noch Brücken geschlagen werden? Fünf Menschen, die in der Grenzregion
Niederösterreichs leben und arbeiten, geben Antworten aus ihrem
eigenen Alltag:
*Gerhard Schödinger, der Bürgermeister des Grenzortes Wolfsthal:
Zehn Prozent der Einwohner von Wolfsthal stammen mittlerweile aus der
Slowakei. Der Gemeindepolitiker hat durchgesetzt, dass der Stadtbus
von Bratislava über die Staatsgrenze bis in seine Gemeinde geführt
wird.
*Martin Leidenfrost, Schriftsteller aus Niederösterreich: Er hat
einen Wohnort gesucht, von dem aus Wien gut zu erreichen ist, hat
sich in Devínska Nová Ves angesiedelt und lebt seit knapp fünf Jahren
im slowakischen Plattenbau.
*Hermann Nitsch, Künstler aus Prinzendorf im Weinviertel: Der
Maler kennt als Kosmopolit zwar prinzipiell keine Grenzen - dennoch
freut er sich über die Entwicklung. Auch, weil seine Bilder nicht
mehr durch den Zoll müssen.
*Monika Langthaler, Unternehmerin: Sie hat mit ihrem Mann den
"Filmhof" in Asparn an der Zaya gegründet. Bei vielen Weinviertlern
konstatiert sie nach wie vor große Angst vor dem Unbekannten, dem
Fremden.
*Karin Mewald betreibt ein 4-Sterne-Hotel und ein Restaurant in
Poysdorf: Ein Drittel der Gäste kommt aus Tschechien. Und ohne
EU-Erweiterung, ist die Unternehmerin überzeugt, würde das Lokal
sicher nicht existieren.
Einig sind sich alle Gesprächspartner im "Österreich-Bild am
Sonntag", dass das Dreiländereck von der EU-Erweiterung stark
profitiert, dass das Leben ohne Grenzen einfacher geworden ist.
Allerdings gibt es auch weiterhin Barrieren: Mangelnde
Verständigungsmöglichkeiten aufgrund fehlender Sprachkenntnisse zum
Beispiel. Und die fehlende Brücke über die March, die nur schwer und
an manchen Tagen mit dem Auto überhaupt nicht überquert werden kann.
Rückfragehinweis:
ORF Landesstudio Niederösterreich
Mag. Michael Koch
Telefon: 02742 / 2210 - 23 754
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