- 28.04.2009, 11:47:24
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Grüne Wien/NÖ: Studie belegt: Lobauautobahn ist beschäftigungspolitischer Irrweg
Wien (OTS) - Eine neue Studie, die von den Grünen Wien und
Niederösterreich in Auftrag gegeben wurde, belegt: Der Bau der
Lobauautobahn ist nicht nur aus umwelt- und raumplanerischen Gründen,
sondern auch aus beschäftigungstechnischen Gründen abzulehnen. Die
Studie "Sinnvolle Alternativen zur Lobauautobahn" zeigt, dass der von
der Regierung geplante Bau der S1-Lobauautobahn und weitere
verkehrspolitisch kontraproduktive Ausbaupläne von Autobahnen und
Schnellstraßen (A23-Tangentenverlängerung in Wien, A5-Nordteil und
S8-Marchfeldschnellstraße), den meisten PendlerInnen nur wenig
bringen - Alternativen, wie der Ausbau des öffentlichen Verkehrs,
bringen rund 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze. "Der Bau der
Lobauautobahn ist ein beschäftigungspolitischer Irrweg, gerade in
Zeiten der Wirtschaftskrise dürfen solche Fehlentscheidungen nicht
getroffen werden", so der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger
Maresch.
Mit dem Geld für diese vier großen Autobahnprojekte - nach
offiziellen Angaben 3,1 Mrd. Euro für 94 Kilometer Straßen - kann man
26 Bahnstrecken (etwa die Nordbahn, den Marchegger Ast der Ostbahn
und die Pottendorfer Linie) sowie fünf Straßenbahnlinien (die
Verlängerungen der Linien O, D, 25 und 26 und der Neubau der Linie 27
von Groß Jedlersdorf bis nach Kagran) neu bauen beziehungsweise
ausbauen. Weiters kann man mit diesem Geld 21 Park & Ride-Anlagen in
Niederösterreich sowie einige notwendige Umfahrungsstraßen wie etwa
die B 3d, die die Ortsteile Aspern, Essling und Groß Enzersdorf
entlasten soll, errichten. In Summe kosten alle diese Maßnahmen
insgesamt rund 2,94 Milliarden Euro, also 160 Millionen Euro weniger
als der Bau der 94 Kilometer Autobahnen. "Wenn die Politik den
niederösterreichischen PendlerInnen wirklich unterstützen will, muss
sie das Eisenbahnnetz in der Fläche erhalten und ausbauen statt
einige wenige Transitautobahnen in die Landschaft zu stellen.
Öffentliche Mobilität ist ein soziales Grundbedürfnis für Jung und
Alt", so die Verkehrsssprecherin der Grünen Niederösterreich, Amrita
Enzinger.
Die Grünen Wien und Niederösterreich fordern einen Stopp der teuren
und beschäftigungspolitisch minder wirksamen Autobahnprojekte in der
Ostregion und eine Umleitung der dafür vorgesehenen Steuergelder in
den sinnvollen Ausbau von Bahn-Infrastrukturprojekten, P & R-Anlagen
und notwendigen Umfahrungsstraßen.
Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]
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