- 26.04.2009, 09:00:00
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"trend": Wienerberger-Boss fordert Ziegelprämie
Wienerberger-General Reithofer fordert in einem Brief an Kanzler Faymann eine Ziegelprämie zur Unterstützung der österreichischen Bauwirtschaft.
Wien (OTS) - Der scheidende Wienerberger-Generaldirektor Wolfgang
Reithofer und sein Nachfolger Heimo Scheuch fordern in einem Brief an
die Bundesregierung für die heimische Bauwirtschaft eine ebensolche
Unterstützung wie die Schrottprämie für den Fahrzeughandel, berichtet
der "trend" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Diese
"Ziegelprämie" wäre für den österreichischen Arbeitsmarkt deutlich
stärker arbeitsplatzwirksam als die Schrottprämie. "Zusätzliche
Investitionen in den heimischen Wohnbau im Ausmaß von einer Milliarde
Euro schaffen laut Wirtschaftsforschungsinstitut 12.000
Arbeitsplätze", begründet Reithofer seine Forderung. Ähnliche
Maßnahmen in Frankreich, Belgien oder Irland hätten zu einer
deutlichen Zunahme der Bautätigkeit und der Beschäftigung geführt.
Reithofer hat mit seinen Vorstandskollegen Maßnahmen zahlreicher
europäischer Regierungen zur Ankurbelung der Wirtschaft im Bereich
Wohnbau analysiert und daraus ein Förderungspaket entwickelt, das er
nun Faymann vorschlägt. Die drei Kernpunkte:
1. Reduktion der Umsatzsteuer auf Bauleistungen im Wohnbau auf
maximal sechs Prozent (Beispiel Belgien) - eventuell befristet bis
Ende 2010 - mit der Möglichkeit der Verlängerung der Maßnahme, wenn
bis dahin kein deutlicher Konjunkturaufschwung eingesetzt hat.
2. Die staatliche Kapitalstützung der Banken soll an die
Bereitschaft geknüpft werden, ihr Darlehensvolumen für Erstkäufer von
Wohnungen und Eigenheimen bei wettbewerbsfähigen und transparenten
Konditionen um mindestens 30 Prozent auszuweiten (Beispiel Irland).
3. Absetzbarkeit von privaten Investitionen in die
Wohnraumschaffung von der Einkommensteuer bis zu einer Höhe von
50.000 Euro pro Jahr (Beispiel Belgien).
Reithofer schlägt vor, all diese Maßnahmen an die Einhaltung von
Mindestwerten der Energieeffizienz der geförderten Gebäude zu
knüpfen. Diese Energieeffizienz ist - im Sinne der kommenden
Neufassung der EU-Richtlinie über die Energieeffizienz von Gebäuden -
als Primärenergiebedarf des Gebäudes sowie als CO2-Kennzahl
auszudrücken. Damit könne ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der
Klimaschutzziele sowie zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen
Energieträgern mit der Belebung der Konjunktur verbunden werden.
Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402
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