ÖH: Studierende mit Zweitstudium zahlen weiterhin drauf

Vielstudierende bekommen Studienbeitrag nicht ersetzt

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH) fordert das Wissenschaftsministerium erneut dazu auf, auch Studierende, die mehrere Studienrichtungen betreiben, finanziell zu unterstützen.

Wenn Studierende mehrere Fächer studieren und dadurch besondere Leistung erbringen und sich vielfältig weiterbilden, kann sie der Studienbeitrag finanziell belasten. "Zwei oder mehrere Studienrichtungen in der beitragsfreien Zeit zu absolvieren, ist beinahe unmöglich. Daher brauchen die meisten für ihre Nebenstudien durch die Mehrbelastung auch länger. Sobald man als Studierender oder Studierende im Nebenstudium über der Toleranzzeit ist, muss man den Studienbeitrag bezahlen. Zusätzlich hat man - selbst bei Anspruch auf Studienbeihilfe im Hauptstudium - im Nebenstudium keinen Anspruch auf Studienzuschuss, also Rückerstattung des Studienbeitrags", kritisiert Samir Al-Mobayyed, Vorsitzender der ÖH Bundesvertretung.

Obwohl die ÖH bereits mehrmals auf diese Problematik hingewiesen hat, reagierte das Ministerium auf diesen Sachverhalt nicht. "Das durch die Neuregelung des Studienbeitrags akut gewordene Problem sollte nicht unter den Tisch gekehrt werden, da es Studierende betrifft, die sozial benachteiligt und bereit sind, sich vielfältig weiter zu bilden. Das darf nicht bestraft werden, diese Studierenden dürfen nicht dazu gezwungen werden, aus finanziellen Gründen ihr Nebenstudium abbrechen zu müssen", fordert der ÖH-Vorsitzende.

Die ÖH fordert eine Befreiung von der Zahlung des Studienbetrags auch im Nebenstudium, wenn der oder die Studierende im Hauptstudium in der beitragsfreien Zeit liegt. Sollte diese Zahlungspflicht dennoch weiterhin bestehen, so erwartet die ÖH vom Wissenschaftsministerium eine Auslegung des Gesetzes, die Studienbeihilfenbezieherinnen und Studienbeihilfenbezieher im Nebenstudium nicht benachteiligt. Der Studienzuschuss muss rückwirkend auch auf das Sommersemester 2009 -dem ersten Semester mit der neuen Studienbeitragsregelung - gewährt werden. "Betroffene, die in diesen Fällen den Rechtsweg einschlagen wollen, unterstützt die ÖH sowohl fachlich als auch finanziell", so der Vorsitzende abschließend.

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