• 24.04.2009, 09:08:01
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Caritas und Diakonie wehren sich gegen massive Budgetkürzungen im Bereich Behinderung

Solidarisches Handeln von BehindertensprecherInnen muss sichtbar werden

Wien (OTS) - "Still und heimlich will die Bundesregierung auf dem
Rücken von Menschen mit Behinderungen sparen. Eine solche
Vorgangsweise ist nicht akzeptabel", kommentiert Michael Chalupka,
Direktor der Diakonie Österreich die massiven Budgetkürzungen im
Bereich Behinderung. "Besonders die Einsparungen im
Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderungen sind in
wirtschaftlich schlechten Zeiten unverantwortlich und unverständlich,
ist dieser Fonds doch für Menschen eingerichtet, die in soziale
Notlagen geraten sind", zeigt sich Michael Landau, Caritasdirektor
der Erzdiözese Wien enttäuscht vom Budgetentwurf.

Waren es 2008 noch 125 Mio. Euro, die für Menschen mit Behinderung
ausgegeben wurden, sind es 2009 nur mehr 84 Mio. Euro und im Jahr
2010 sind 108 Mio. Euro veranschlagt.

Die Armutsgefährdung von Menschen mit Behinderung liegt mit 18
Prozent noch immer deutlich über dem österreichischen Durchschnitt
von 12 Prozent. Menschen mit Behinderungen sind auch öfter von
Arbeitslosigkeit betroffen, knapp 100.000 Begünstigte sind
erwerbslos. Ebenso steht soziale Ausgrenzung und mangelnde Teilhabe
für Menschen mit Behinderungen noch immer an der Tagesordnung, 44
Prozent können keine unerwarteten Ausgaben tätigen, 19 Prozent können
keine Freunde oder Verwandte zum Essen einladen und 16 Prozent können
sich keine neuen Kleider kaufen.

Diakonie und Caritas fordern daher die BehindertensprecherInnen
der Parlamentsparteien auf, gegen diesen Budgetentwurf zu stimmen.
Ihr gemeinsamer Appell: "Gerade die Parlamentsvertreter müssen jetzt
ein deutliches Zeichen der Solidarität mit jenen Menschen zeigen, die
sie im Parlament vertreten."

Rückfragehinweis:

Mag. Bettina Klinger/Leitung Kommunikation
   Diakonie Österreich
   Tel: 409 80 01-14
   Mobil: 0664 / 314 93 95
   mailto:[email protected]
   Internet: www.diakonie.at
   
   Mag.(FH) Klaus Schwertner/Pressesprecher
   Caritas der Erzdiözese Wien
   Tel: 01/878 12-221
   Mobil: 0664 / 848 26 18
   mailto:[email protected]
   Internet: www.caritas-wien.at

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