- 24.04.2009, 09:00:00
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AUGE/UG Wien und Niederösterreich: "Umweltfreundliche Mobilität fördern - PendlerInnen entlasten!"
Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen Wien und Niederösterreich fordern steuerliche Absetzbarkeit von Jahres- und Monatskarten und Nahverkehrsoffensive
Wien (OTS) - "Das tägliche Pendeln zur und von der Arbeit ist
alles andere als ein Vergnügen und strapaziert sowohl die
Geldbörseln, als auch die Nerven der Betroffenen. Es braucht endlich
eine deutliche Entlastung von PendlerInnen, die umweltfreundlich mit
öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, oder sein wollen,"
fordern Klaudia Paiha und Stefan Taibl SpitzenkandidatInnen der
AUGE/UG zu den AK-Wahlen in Wien und Niederösterreich.
In ihrem PendlerInnenalltag sind die ArbeitnehmerInnen mit
Zugausfällen, Verspätungen, einem zu geringen Bahn- und Busangebot
und hohen Preisen konfrontiert. "Verspätungen und Störungen, wie sie
etwa im Regionalverkehr auf der Westbahnstrecke ständig vorkommen,
sind für PendlerInnen unzumutbar. Der Weg zur Arbeit ist teuer, über
56 % der BahnpendlerInnen klagen über zu wenig Sitzplätze. Die
angekündigte Preiserhöhung bei den ÖBB schlägt dem Fass noch den
Boden aus: schlechtes Angebot zu überhöhten Preisen," empört sich
Paiha, selber betroffene Bahnpendlerin. "Öffentliche Verkehrsmittel
müssen billiger und kundenfreundlicher werden. Wir sind und werden
weiterhin eine starke Lobby für umweltfreundliche PendlerInnen in der
AK sein," verspricht Taibl.
Die AUGE/UG fordert daher ein umfassendes Maßnahmenpaket zur
Förderung von umweltfreundlicher Mobilität und zur Entlastung von
PendlerInnen:
- Jahres- und Monatskarten für öffentliche Verkehrsmittel sollen
steuerlich absetzbar werden, für jene, die keine Einkommenssteuer
zahlen, als Steuergutschrift: "Das würde ArbeitnehmerInnen, vor allem
einkommensschwache, die besonders auf öffentliche Verkehrsmittel
angewiesen sind, finanziell deutlich entlasten und die Benutzung von
Öffis attraktiver machen," so Stefan Taibl, Spitzenkandidat der
AUGE/UG zur AK Niederösterreich.
- Die Ausdehnung der VOR-Kernzone auf die erste Außenzone des VOR:
"Der Kostensprung im VOR (Verkehrsverbund Ostregion) an der
Kernzonengrenze ist sicherlich ein bedeutendes finanzielles Hemmnis
für viele PendlerInnen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen -
nach und aus Wien. Bei einer Ausdehnung der VOR-Kernzone auf die
erste Außenzone würden sich die Kosten für PendlerInnen halbieren,
die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Wien und Niederösterreich
sollen endlich hinsichtlich der Kostenaufteilung - im Sinne der
Umwelt und der PendlerInnen - darüber in Verhandlungen treten,"
fordert Klaudia Paiha, Spitzenkandidat der AUGE/UG zur Wiener
AK-Wahl.
- Attraktivere Schienenverbindungen aus und nach Wien: Vor allem
die Verbindungen Wien-Schwechat ("Schwechat-Express") sowie
Wien-Wolkersdorf ("Wolkersdorf-Express") müssen als Lokalbahnmodelle
attraktiviert und beschleunigt werden. "Besonders die Linie
Wien-Wolkersdorf gilt es so schnell als möglich zu attraktivieren, um
eine umweltfreundliche PendlerInnenalternative für das Weinviertel zu
schaffen," so Taibl. Dringender Aufholbedarf besteht auch entlang der
Weststrecke: "Hier kommt es ständig zu Verspätungen und Ausfällen,
das Fahrplanangebot hat sich deutlich verschlechtert. Es braucht
sofort eine Nachbesserung der Fahrpläne und eine auf Berufspendler
abgestimmtes Angebot - also mehr PendlerInnenzüge - sowie ein
deutlich besseres Angebot an Wochenenden und am Abend," fordert
Paiha.
- Keine Tariferhöhung bei den ÖBB - umweltfreundliche Mobilität
darf nicht bestraft werden!
- Ausbau von Fahrgastrechten (bessere Entschädigungsansprüche bei
Verspätungen bzw. Ausfällen) sowie eine bessere Fahrgastinformation
- Mehr Mittel aus der Mineralölsteuer sowie eine flächendeckende
LKW-Maut zur Finanzierung von Projekten des Öffentlichen
Personennahverkehrs: "Um eine Mindesterschließung des ländlichen
Raumes mit Bus und Bahn finanzieren zu können, braucht es Geld. Es
braucht daher neue Schwerpunkte in der Infrastrukturpolitik, weg von
der Straße hin zur Schiene. Investitionen in die Bahn schaffen
eineinhalb mal so viel Beschäftigung als Investitionen in die Straße
und sind wirkungsvolle beschäftigungswirksame und konjunkturbelebende
Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz. Und es braucht Kostenwahrheit
im Verkehr - denn derzeit zahlt die Allgemeinheit für Umweltschäden.
Daher fordern wir die flächendeckende LKW-Maut. Und Einnahmen aus der
in den letzten Jahren erhöhten Mineralölsteuer sollen über einen
Ausbau des öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs an die PendlerInnen
zurückgegeben werden," schließt Klaudia Paiha.
Rückfragehinweis:
Alternative und Grüne GewerkschafterInnen - AUGE/UG
Klaudia Paiha, Spitzenkandidatin der AUGE/UG zur Wiener AK-Wahl
Tel: 0664/614 50 14
Internet: www.auge.or.at
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