AUGE/UG Wien und Niederösterreich: "Umweltfreundliche Mobilität fördern - PendlerInnen entlasten!"

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen Wien und Niederösterreich fordern steuerliche Absetzbarkeit von Jahres- und Monatskarten und Nahverkehrsoffensive

Wien (OTS) - "Das tägliche Pendeln zur und von der Arbeit ist
alles andere als ein Vergnügen und strapaziert sowohl die Geldbörseln, als auch die Nerven der Betroffenen. Es braucht endlich eine deutliche Entlastung von PendlerInnen, die umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, oder sein wollen," fordern Klaudia Paiha und Stefan Taibl SpitzenkandidatInnen der AUGE/UG zu den AK-Wahlen in Wien und Niederösterreich.

In ihrem PendlerInnenalltag sind die ArbeitnehmerInnen mit Zugausfällen, Verspätungen, einem zu geringen Bahn- und Busangebot und hohen Preisen konfrontiert. "Verspätungen und Störungen, wie sie etwa im Regionalverkehr auf der Westbahnstrecke ständig vorkommen, sind für PendlerInnen unzumutbar. Der Weg zur Arbeit ist teuer, über 56 % der BahnpendlerInnen klagen über zu wenig Sitzplätze. Die angekündigte Preiserhöhung bei den ÖBB schlägt dem Fass noch den Boden aus: schlechtes Angebot zu überhöhten Preisen," empört sich Paiha, selber betroffene Bahnpendlerin. "Öffentliche Verkehrsmittel müssen billiger und kundenfreundlicher werden. Wir sind und werden weiterhin eine starke Lobby für umweltfreundliche PendlerInnen in der AK sein," verspricht Taibl.

Die AUGE/UG fordert daher ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Förderung von umweltfreundlicher Mobilität und zur Entlastung von PendlerInnen:

- Jahres- und Monatskarten für öffentliche Verkehrsmittel sollen steuerlich absetzbar werden, für jene, die keine Einkommenssteuer zahlen, als Steuergutschrift: "Das würde ArbeitnehmerInnen, vor allem einkommensschwache, die besonders auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, finanziell deutlich entlasten und die Benutzung von Öffis attraktiver machen," so Stefan Taibl, Spitzenkandidat der AUGE/UG zur AK Niederösterreich.

- Die Ausdehnung der VOR-Kernzone auf die erste Außenzone des VOR:
"Der Kostensprung im VOR (Verkehrsverbund Ostregion) an der Kernzonengrenze ist sicherlich ein bedeutendes finanzielles Hemmnis für viele PendlerInnen auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen -nach und aus Wien. Bei einer Ausdehnung der VOR-Kernzone auf die erste Außenzone würden sich die Kosten für PendlerInnen halbieren, die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Wien und Niederösterreich sollen endlich hinsichtlich der Kostenaufteilung - im Sinne der Umwelt und der PendlerInnen - darüber in Verhandlungen treten," fordert Klaudia Paiha, Spitzenkandidat der AUGE/UG zur Wiener AK-Wahl.

- Attraktivere Schienenverbindungen aus und nach Wien: Vor allem die Verbindungen Wien-Schwechat ("Schwechat-Express") sowie Wien-Wolkersdorf ("Wolkersdorf-Express") müssen als Lokalbahnmodelle attraktiviert und beschleunigt werden. "Besonders die Linie Wien-Wolkersdorf gilt es so schnell als möglich zu attraktivieren, um eine umweltfreundliche PendlerInnenalternative für das Weinviertel zu schaffen," so Taibl. Dringender Aufholbedarf besteht auch entlang der Weststrecke: "Hier kommt es ständig zu Verspätungen und Ausfällen, das Fahrplanangebot hat sich deutlich verschlechtert. Es braucht sofort eine Nachbesserung der Fahrpläne und eine auf Berufspendler abgestimmtes Angebot - also mehr PendlerInnenzüge - sowie ein deutlich besseres Angebot an Wochenenden und am Abend," fordert Paiha.

- Keine Tariferhöhung bei den ÖBB - umweltfreundliche Mobilität darf nicht bestraft werden!

- Ausbau von Fahrgastrechten (bessere Entschädigungsansprüche bei Verspätungen bzw. Ausfällen) sowie eine bessere Fahrgastinformation

- Mehr Mittel aus der Mineralölsteuer sowie eine flächendeckende LKW-Maut zur Finanzierung von Projekten des Öffentlichen Personennahverkehrs: "Um eine Mindesterschließung des ländlichen Raumes mit Bus und Bahn finanzieren zu können, braucht es Geld. Es braucht daher neue Schwerpunkte in der Infrastrukturpolitik, weg von der Straße hin zur Schiene. Investitionen in die Bahn schaffen eineinhalb mal so viel Beschäftigung als Investitionen in die Straße und sind wirkungsvolle beschäftigungswirksame und konjunkturbelebende Maßnahmen zu Klima- und Umweltschutz. Und es braucht Kostenwahrheit im Verkehr - denn derzeit zahlt die Allgemeinheit für Umweltschäden. Daher fordern wir die flächendeckende LKW-Maut. Und Einnahmen aus der in den letzten Jahren erhöhten Mineralölsteuer sollen über einen Ausbau des öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs an die PendlerInnen zurückgegeben werden," schließt Klaudia Paiha.

Rückfragen & Kontakt:

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen - AUGE/UG
Klaudia Paiha, Spitzenkandidatin der AUGE/UG zur Wiener AK-Wahl
Tel: 0664/614 50 14
Internet: www.auge.or.at

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