• 23.04.2009, 12:41:56
  • /
  • OTS0191 OTW0191

GPA-djp & GMTN: Nachhaltige Einkommenserhöhungen für Elektro/Elektronikindustrie gefordert

Zweite Verhandlungsrunde brachte kein Ergebnis

Wien (GPA-djp/GMTN/ÖGB) - Die Kollektivvertragsverhandlungen für
die etwa 50.000 Beschäftigten der österreichischen Elektro- und
Elektronikindustrie wurden am Abend des 22. April 2009 unterbrochen.
Die Betriebsratsvorsitzenden der Branche trafen heute, Donnerstag,
gemeinsam mit den verhandelnden Gewerkschaften - Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und
Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) - in einer Konferenz
zusammen und berieten über den Stand der Verhandlungen und weitere
Maßnahmen.++++

GPA-djp und GMTN haben vor Beginn der Verhandlungen wie jedes Jahr
gemeinsam mit den BetriebsrätInnen die Situation der Branche und der
Betriebe genau analysiert. Die beiden Gewerkschaften haben am 1.
April ihre gemeinsamen Forderungen den ArbeitgeberInnen überreicht
und auch gleich Verhandlungen geführt, die unterbrochen wurden. Die
zweite Verhandlungsrunde am 22. April endete ebenfalls ohne Ergebnis.
Das Angebot der ArbeitgeberInnen war für die Verhandlungsteams der
GPA-djp und der GMTN inakzeptabel. "Gerade in der Krise haben
Unternehmen verstärkt Verantwortung zu übernehmen und dürfen ihre
Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen", stellt Rainer Wimmer,
geschäftsführender GMTN-Bundesvorsitzender und GMTN-Chefverhandler
klar. "Unter Verantwortung verstehen wir eindeutig nicht das Angebot
von Dumpinglöhnen und -Gehältern", kritisiert Karl Proyer, stv.
Bundesgeschäftsführer und Verhandlungsführer der GPA-djp.

In einer Konferenz in Wien äußerten heute die
Betriebsratsvorsitzenden der Branche aus ganz Österreich ihren Unmut
gegenüber den ArbeitgeberInnen und verabschiedeten eine Resolution,
in der sie unter anderem Lohn- und Gehaltserhöhungen verlangen, die
der engagierten Arbeit der Beschäftigten Rechnung tragen. "Teuerungen
und Abgabenlasten treffen in erster Linie die ArbeitnehmerInnen. Sie
können sich nicht aussuchen, ob sie gestiegene Wohn- und
Energiekosten zahlen wollen oder nicht", heißt es in der Resolution.

Die Betriebsratsvorsitzenden erkennen an, "dass das langfristige
unternehmerische Wachstum durch die aktuelle Wirtschaftskrise mit
unterschiedlichen Auswirkungen in der Elektro- und
Elektronikindustrie gebremst wurde. Wir haben aber kein Verständnis
dafür, dass letztendlich die ArbeitnehmerInnen die Verantwortung für
die Krisenbewältigung alleine übernehmen sollen", heißt es in der
Resolution weiter.

Als nächster Verhandlungstermin ist der 27. April vereinbart.
Sollte auch bei dieser dritten Verhandlungsrunde kein annehmbares
Angebot erfolgen, werden die Beschäftigten der Branche in
Betriebsversammlungen über den aktuellen Verhandlungsstand informiert
und Maßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen beschließen.

Die Resolution der Betriebsratsvorsitzenden der Elektro- und
Elektroindustrie im vollen Wortlaut unter www.gpa-djp.at und
www.gmtn.at.

ÖGB, 23. April 2009 Nr. 231

Rückfragehinweis:

GPA-djp, Mag. Martin Panholzer
   Tel.:   05 0301-21511
   Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
   http://www.gpa-djp.at
   
   GMTN, Mathias Beer
   Tel:  01 50146/242
   Mobil: 0664 6145 920
   Mail: mathias.beer@gmtn.at
   www.gmtn.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel