Schmerzmedizin: Anmeldungen für den zweiten ismed - Jahrgang laufen

Im Herbst 2009 startet der zweite Lehrgang für interdisziplinäre Schmerzmedizin an der Medizinischen Universität Wien

Wien (OTS) - Im Herbst 2009 startet an der Medizinischen Universität Wien der zweite europäische postgraduelle Universitätslehrgang Interdisziplinäre Schmerzmedizin (ismed). Der erste Jahrgang von ismed ist vor zwei Jahren im Herbst 2007 erfolgreich angelaufen, war mit 30 Teilnehmern vollständig ausgebucht und steht nun unmittelbar vor dem Abschluss. "Bereits der erste Jahrgang war ein voller Erfolg: Mittels anonymer Evaluierung wurde die Qualität der Referenten in jedem Modul als herausragend eingestuft. Das spornt uns für den zweiten Jahrgang an, der am 27. August 2009 startet", berichtet Initiator und Lehrgangsleiter von ismed, Univ.-Prof. Dr. Burkhard Gustorff, Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Wilhelminenspital der Stadt Wien.

Die Absolventen des ersten ismed-Jahrganges werden nach zwei herausfordernden Studienjahren im Mai 2009 den "Master of Science (MSc)" verliehen bekommen. "Ismed brachte mir auch die Erkenntnis, wie viel Wissen bei vielen Ärzten außer Anästhesisten und Schmerzspezialisten noch erworben werden muss, damit das einfachste Recht des Patienten - wenig Schmerzen zu haben - am besten, schnellsten und breit gefächert erreicht werden kann", so Prim. Dr. Rudolf Hanslik, erster ismed Jahrgang und Facharzt für Innere Medizin. Die Motivation ist aber nicht nur bei den Studierenden, sondern auch bei den Lehrenden - nationale und internationale Experten auf ihrem Gebiet mit ausgewiesener praktischer Expertise -sehr hoch. "Es hat mir großen Spaß gemacht, diese sehr engagierten und über ein hohes Niveau an Vorkenntnissen und Vorerfahrungen verfügenden Studierenden zu unterrichten", erzählt etwa Priv.-Doz. Dr. Ruth Ruscheweyh, Department für Neurologie, Universitätsklinikum Münster.

Bedarf an Schmerzspezialisten steigt

Gustorff: "Der Bedarf an Schmerzmedizinern wird europaweit die nächsten Jahre deutlich ansteigen. Und gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise lohnt es sich, in seine Fortbildung zu investieren. Die große Resonanz auf ismed bestätigt zudem den Bedarf für unser Angebot. Unsere Absolventen werden einen maßgeblichen Impuls für die angewandte Schmerzforschung bringen und damit die Schmerzbehandlung der Patienten verbessern." Die Studierenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sind erfahrene Schmerzmediziner, zum Großteil Anästhesisten, aber auch Orthopäden, physikalische Mediziner und auf Schmerztherapie spezialisierte Allgemeinmediziner.

Algesiologie - Kompetenz der Zukunft

"Algesiologie (der Fachbegriff für Schmerzmedizin) ist die medizinische Kompetenz der Zukunft! Unser Motto lautet: Die besten Köpfe! Das gilt für die Lehrenden und auch für die Studierenden", so Gustorff. Die ismed-Lehrkräfte sind nationale und internationale Experten auf ihrem Gebiet mit ausgewiesener praktischer Expertise wie z.B. Univ.-Prof. Dr. Marcus Köller, MUW, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Klinische Abteilung für Rheumatologie, Univ.-Doz. Dr. Rudolf Likar, Leiter der Schmerzambulanz im LKH Klagenfurt und Univ.-Prof. Dr. Christoph Maier, Inhaber der Stiftungsprofessur für Schmerztherapie an der Ruhr-Universität Bochum. Das Studienangebot ist berufsbegleitend und richtet sich an Mediziner mit praktischer Berufserfahrung und bereits absolvierten Fortbildungen in der Schmerztherapie.

Schmerzfreiheit als oberstes Lehrziel

Das Ziel von ismed ist es, die Studierenden in spezieller Schmerzmedizin umfassend und interdisziplinär zu unterrichten und zu hoch qualifizierten schmerztherapeutischen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dabei ist ismed mehr als nur ein Kurs zur Schmerztherapie - mehr als ein Vertiefungsstudium der Diagnosen mit chronischen Schmerzen in den diversen Fachgebieten: Neben der Vermittlung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Fertigkeiten wird besonders großer Wert auf die Vermittlung der Differentialdiagnosen gelegt mit dem Ziel, vertiefte Fertigkeiten zur Diagnostik von komplexen Schmerzsyndromen zu erwerben. Das Studium der diversen Therapieformen aus den verschiedenen Fachgebieten steht aus diesem Grund genauso auf dem Lehrplan wie das Training invasiver Behandlungstechniken am anatomischen Präparat und Kommunikationstrainings zur Verbesserung der Arzt-Patienten-Verständigung.

In vier Semestern zum Meister der Schmerzbekämpfung

Praxisnahes und patientenorientiertes Lernen sind methodische Schwerpunkte von ismed, bei dem Präsenzstudium und Selbststudium kombiniert werden. Insgesamt 120 ECTSs (European Credit Transfer System = Standardisiertes Punktesystem zum Vergleich von universitären Lehrveranstaltungen in Europa) als Unterrichtseinheiten sind in 4 Semestern zu absolvieren. Bei je zwei Blocklehrveranstaltungen (je 3-4 Tage) pro Semester ist die Anwesenheit der Studierenden in Wien erforderlich. Die Abschlussarbeit ist in Form einer Masterthesis abzugeben. Das Studium schließt mit dem international anerkannten akademischen Grad
Master of Science (MSc) ab. Die Kosten des Studiums betragen 8.600, -Euro inklusive Prüfungsgebühren und ÖH-Beitrag.

Anmeldungen für den 2. Jahrgang

Interessierte können ab sofort ihre Bewerbungsunterlagen senden. Das Zulassungsverfahren erfolgt schriftlich anhand der einlangenden Anmeldungen aufgrund der Qualifikation. Anmeldefrist ist der 28. Mai 2009.

Für Anfragen rund um das Studium ist das ismed Service Büro unter der Telefonnummer: +43/1/40400/2524 und
via E-Mail: ismed@meduniwien.ac.at erreichbar
Mo: 10 - 12 Uhr, Di - Do: 15 - 17 Uhr, Fr: 10 - 12 Uhr).

Weitere Informationen zur Medizinischen Universität Wien unter http://www.meduniwien.ac.at/ismed

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