• 22.04.2009, 13:35:02
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Seeber kritisiert Bürokratieirrsinn bei Holzhandels-Regelung

Kein Schutz gegen illegale Holzbringung in der dritten Welt, aber massiver Mehraufwand für heimische Betriebe

Straßburg, 22. April 2009 (OTS-PD) "Der Wunsch der EU-
Kommission zur Zurückdrängung des globalen illegalen Holzschlags
ist grundsätzlich zu begrüßen. Die vorgeschlagene EU-Regelung
schließt aber weit über das Ziel hinaus. Sie bringt nicht mehr
Schutz gegen den illegalen Holzschlag in Nicht-EU-Staaten, ertränkt
die heimischen Holzproduzenten aber in einem unglaublichen
bürokratischen Mehraufwand", kritisierte heute der Umweltsprecher
des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlaments, Dr. Richard Seeber,
einen entsprechenden Vorschlag der Kommission.

Mit dem Vorschlag der Kommission müssen die Marktteilnehmer
sicherstellen, dass nur legal geschlagenes Holz und daraus
gefertigte Holzerzeugnisse in Verkehr gebracht werden und auf dem
Markt erhältlich sind. Dies soll mittels eines
Rückverfolgbarkeitssystems und einer Überprüfung durch Dritte
geschehen. "Die in dem Kommissionsvorschlag enthaltene
Sorgfaltspflichtregelung bringt einen massiven Bürokratie-
Mehraufwand. Anbieter und Händler von Holz und Holzerzeugnissen
sollen künftig sowohl den Lieferanten als auch den Marktteilnehmer,
an den das Holz geliefert wurde, feststellen und benennen können.
Das ist innerhalb der EU vollkommen überschießend, denn viele
Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, haben bereits
vorbildliche Regelungen zur Sorgfaltspflicht", so Seeber.

Seeber forderte die Überarbeitung des Vorschlages, um einen
sinnvolle und funktionierende Regelung zu finden, mit der der
weltweite illegale Holzhandel zurückgedrängt werden könne. "Bis zu
40 Prozent der weltweiten Industrieholzerzeugung stammen aus
illegalen Quellen. Das schadet nicht nur dem legalen Holzhandel und
unserer heimischen Holzwirtschaft, das schadet vor allem auch
massiv dem weltweiten Klima durch einen rücksichtslosen Raubbau an
den Waldbeständen", sagte Seeber abschließend.

Rückfragen: Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +33-3-8817-5468
([email protected]) oder
Mag. Philipp M. Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79
00 21 ([email protected])

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