FSG-GMTN-Bundesfrauenvorstand: Anderl und Schremser für pro.ge-Frauen nominiert

Wahlentscheidung fällt bei der Bundesfrauenkonferenz im September

Wien (FSG) - Der Bundesfrauenvorstand der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) einigte sich am 21. April 2009 darauf, Renate Anderl als Kandidatin der FSG für die Bundesfrauenvorsitzende der Produktionsgewerkschaft "pro.ge" vorzuschlagen. Die Kandidatin für den FSG-Bundesfrauenvorsitz der pro.ge ist Andrea Schremser. ++++

Andrea Schremser, Jahrgang 1965, vertritt seit 1992 als Betriebsrätin der Firma Huyck.Wangner Austria die Interessen von rund 400 Arbeiterinnen und Arbeiter. Seit 2004 ist sie Betriebsratsvorsitzende im Unternehmen. Als Bezirksvorsitzende der FSG in Neunkirchen setzt sie sich in der Kommunalpolitik für die gewerkschaftspolitischen Interessen ein und macht immer wieder auf die Situation der berufstätigen Frauen aufmerksam. Schremser ist langjähriges Mitglied des Lohnverhandlungsteams der Textilindustrie und kennt die Probleme der Arbeiterinnen sehr genau: "Gleiches Entgelt für Frauen und Männer muss selbstverständlich werden" fordert Schremser. "Frauen haben ein Recht auf Respekt und gute Entlohnung für ihre Leistung. Gerade in schwierigen Zeiten wie jetzt sind faire Fraueneinkommen wichtiger denn je und dürfen kein Zuverdienst sein. Ziel unserer Politik muss es daher sein, Frauen ein selbst bestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen", stellt Schremser klar.

Mit Anderl erfahrene Gewerkschafterin nominiert

Mit Renate Anderl, Jahrgang 1962, ist eine erfahrene Gewerkschafterin als künftige Bundesfrauenvorsitzende der Produktionsgewerkschaft pro.ge nominiert. Als langjährige Mitarbeiterin ist sie nicht nur bestens mit der Organisation vertraut, sondern schätzt besonders die Basisarbeit mit den Betriebsrätinnen und Funktionärinnen. Gerade die Nähe zu den berufstätigen Frauen ist für Renate Anderl ein Schwerpunkt der starken Frauenvertretung in der künftigen pro.ge. Ein weiteres wichtiges Ziel ist, mehr Frauen als Betriebsrätinnen zu fördern. "Frauen haben gute Ausbildungen und Qualifikationen und trotzdem schlechtere Chancen, hier muss sich was ändern", fordert Anderl. "Die Beschäftigung von Frauen als Facharbeiterinnen kann nur von der Qualifikation und nicht vom Geschlecht abhängig sein. Dafür müssen die notwendigen Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft geschaffen werden", sagt Anderl.

Die endgültigen Wahlentscheidungen über die neue Bundesfrauenvorsitzende und die FSG-Bundesfrauenvorsitzende der Produktionsgewerkschaft pro.ge fällt bei der Brundesfrauenkonferenz der GMTN und der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) am 26. September 2009.

Durch die Gründung der neuen Produktionsgewerkschaft pro.ge im November 2009 wird die bisherige Kooperation der GMTN und der GdC in neue Bahnen gelenkt. Die pro.ge wird rund 250.000 Mitglieder vertreten und jährlich 144 Kollektiv- und Lohnverträge verhandeln.

FSG, 22. April 2009 Nr. 43

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