LH Voves - massive Kritik an SP und Gewerkschaft

"Jetzt muss Kreisky-Zeit sein!"

Wien (OTS) - Obwohl Bundeskanzler Werner Faymann der Einführung neuer Abgaben erneut eine klare Absage erteilte, beharrt der steirische Landeshauptmann und SP-Chef Franz Voves im Interview mit dem am Donnerstag erscheinenden NEWS auf seiner Forderung nach einer Reichensteuer: "Es ist im Regierungsübereinkommen verankert, dass sich eine nationale Steuerkommission mit einer Strukturreform auseinanderzusetzen hat. Das hat die Regierung demnach sowieso im Programm - also wogegen wehrt sie sich jetzt?"

Mit parteiinternen Kritikern wie dem Industriellen Hannes Androsch geht der steirische Landeschef im NEWS-Gespräch resolut ins Gericht:
"Klar, wenn der Androsch was sagt, ist es sowieso immer richtig -aber da werde ich mich widersetzen." Androschs Befürchtung, eine Reichensteuer könne zu einer Kapitalflucht aus Österreich führen, quittiert Voves etwa mit der Aussage: "Das waren immer die Argumente jener, die im Hintergrund besonders viel egoistisch zu schützen haben."

Auch die Rolle der Gewerkschaft im Lehrer-Konflikt sieht Voves durchaus kritisch: "Jetzt wird es interessant, welche Reformen im öffentlichen Dienst überhaupt noch durchführbar sein werden." Nachsatz: "Der ÖGB kommt jetzt natürlich gewaltig unter Druck, wird auch bei den Privaten ordentlich Flagge zeigen müssen."

Plakative Voves-Forderung: "Jetzt, in der Krise, muss für eineinhalb Jahre Kreisky-Zeit sein. Jetzt sind mir 100 Millionen Euro zusätzliche Schulden lieber als Zehntausende Arbeitsplätze weniger."

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