Welttag der Versuchstiere: Alle Menschenaffen müssen geschützt werden!

Linz (OTS) - Anlässlich des "Tag des Versuchstiers" am 24. April 2009 fordert zet, dass in der Revision der Tierversuchsrichtlinie 86/609 das Verbot der Verwendung von großen Menschenaffen als Versuchstiere auf alle Menschenaffenarten ausgeweitet wird.

In dem Revisions - Vorschlag wird der Schutz für nur vier Affenarten - Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen und Bonobos-vorgeschrieben. Tierversuche an Gibbons sollen weiterhin erlaubt sein. Somit kommt der Vorschlag nicht den langjährigen Forderungen von zet nach, ein umfangreicheres Versuchsverbot an allen großen Menschenaffen umzusetzen. Versuche an Gibbons sind in Österreich bereits seit 2005 verboten. Ein Abgehen des von zet durchgesetzten Verbotes ist für uns nicht akzeptabel.

Weiters sieht die Revision der Richtlinie 86/609 vor, dass der Einsatz von Menschenaffen als Versuchstiere weiterhin in Ausnahmefällen möglich sein soll. Beispielsweise wenn der Tierversuch der Arterhaltung oder dem Abwenden einer Pandemie (länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit) dient. "Dieser Punkt ist in dem Vorschlag sehr unscharf formuliert, sodass zu befürchten ist, dass weiterhin extrem schmerzvolle Versuche an Primaten durchgeführt werden", meint Univ.-Prof. Dr. Walter Pfaller, Vorstand für Forschung und Entwicklung.

zet - Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen setzt sich seit Jahren für die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ein. zet betreibt mit dem zet-Life Science Laboratorium ein eigenes Forschungslabor und zählt international zu den führenden Einrichtungen.

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