• 16.04.2009, 10:00:00
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Spielplatz: 6.800 Kinder verletzen sich jährlich

Normgerechte Spielplatzgestaltung und Achtsamkeit der Eltern können schwere Verletzungen verhindern oder zumindest reduzieren.

Wien (OTS) - Jährlich verletzen sich rund 6.800 Kinder unter 15
Jahren auf Spielplätzen so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt
werden müssen. 44 Prozent der Unfälle sind Stürze aus der Höhe,
beispielsweise wenn Kinder beim Spielen von Klettergerüsten,
Schaukeln oder anderen Spielgeräten herunterfallen. Stürze auf
gleicher Ebene, z.B. durch Stolpern oder Ausrutschen, machen rund ein
Viertel der Unfälle aus. "Die Gestaltung des Bodens und der Geräte
trägt maßgeblich zur Sicherheit am Spielplatz bei. Stoßdämpfende
Materialien und sturzhemmende Böden wie Gras oder Rindenmulch im
Fallraum von Spielgeräten reduzieren die Unfallgefahr deutlich", sagt
Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im
Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

Normgerechte Spielplatzgeräte reduzieren Unfallgefahr

Spielplatzbetreiber und Gerätehersteller sollten unbedingt die vom
Österreichischen Normungsinstitut veröffentlichten Sicherheitsnormen
einhalten, damit Verletzungen vermieden oder möglichst gering
gehalten werden. Sicherheitstechnische Anforderungen und
Prüfverfahren sind in der Normenserie ÖNORM EN 1176 (Spielplatzgeräte
und -böden) und ÖNORM EN 1177 (stoßdämpfende Spielplatzböden)
enthalten und liegen seit Herbst 2008 in einer überarbeiteten Form
vor. Spätestens nach Ende der Übergangsfrist am 1. Juni 2009 sollten
Spielgeräte und Böden auf Spielplätzen diesen neuen Normen
entsprechen. "Die Einhaltung der Normen ist zwar nicht verbindlich,
wird aber dringend empfohlen. Diese Vorgaben für Gestaltung, Wartung
und Betrieb von Spielplätzen haben das Ziel, Unfälle zu verhindern",
betont Dunzendorfer.

Lebensgefahr beim Spielen mit Fahrradhelm auf Spielplatzgeräten

Körperliche Herausforderungen und Bewegungserfahrungen sind für die
kindliche Entwicklung maßgeblich und sollten immer gefördert werden.
Viele Eltern unterbinden die Bewegungsfreude ihrer Kinder aber aus
Angst vor Verletzungen. "Manche Eltern lassen ihre Kinder aus Sorge,
dass ihnen etwas passiert, nur mit Radhelm auf Spielplatzgeräten
spielen. Das kann jedoch lebensgefährlich werden, da die Kinder mit
dem Helm beim Klettern und Toben an Geräten hängen bleiben und sich
strangulieren können", warnt Dunzendorfer. Der Radhelm sollte daher
nur zum Radfahren benutzt und beim Eintreffen am Spielplatz
abgenommen werden. "Leichte Verletzungen beim Spielen sind nicht
weiter tragisch und gehören zur kindlichen Entwicklung dazu. Damit
aber schwere Verletzungen verhindert werden, ist es wichtig, dass
Geräte und Böden normgerecht gestaltet und gewartet werden und Eltern
achtsam sind, wenn ihre Kinder am Spielplatz spielen", schließt
Dunzendorfer.

Für weitere Informationen zum Thema steht der Folder "Checkliste
Spielplatz" kostenlos unter www.kfv.at zum Download zur Verfügung.

Rückfragehinweis:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
   Kuratorium für Verkehrssicherheit 
   Marketing & Kommunikation
   Tel.: 05 77 0 77-1906 
   E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at 
   www.kfv.at

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