• 12.04.2009, 16:02:31
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Papst: "Der Tod hat nicht..." (2)

Gedenken an die Erdbeben-Opfer

Nach der Verlesung der Osterbotschaft erteilte Benedikt XVI. den
traditionellen Segen "Urbi et orbi" (der Stadt und dem Erdkreis).
Mehr als 100.000 Menschen hatten sich auf dem Petersplatz und in der
Via della Conciliazione versammelt. In seinem ersten Ostergruß auf
italienisch gedachte der Papst in besonderer Weise der Opfer des
Erdbebens in den Abruzzen und der Situation der ungezählten
Obdachlosen in der Provinz L'Aquila. Benedikt XVI. unterstrich die
Notwendig der Solidarität.

Im Anschluss formulierte der Papst Ostergrüße in 63 Sprachen,
darunter auch auf Türkisch, Chinesisch, Maori und auf Aramäisch, der
Muttersprache Jesu. Auf Deutsch sagte der Papst: "Euch allen ein
gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des
auferstandenen Herrn sei mit euch".

Besonders herzlich wandte sich Benedikt XVI. an die niederländischen
Pilger. Auch heuer hatten die niederländischen Blumenzüchter und
-händler wieder zum Osterfest für prachtvollen Blumenschmuck auf dem
Petersplatz gesorgt. Diesmal dominierten die Vatikan-Farben Gelb und
Weiß von Tara-Rosen, Stiefmütterchen, Felsenbirnen und blühenden
Apfelbäumen.

"Einfache und demütige Lebensweise"

Beim Osterhochamt auf dem Petersplatz hatte der Papst Christus als
den "wahren Frieden der Welt" bezeichnet. In seiner Predigt erinnerte
Benedikt XVI. an die Worte des Heiligen Paulus im Ersten
Korintherbrief: Das zentrale Symbol der Heilsgeschichte - das
Osterlamm - sei hier mit Jesus identifiziert. Das jüdische
Paschafest, das Gedächtnis der Befreiung aus der ägyptischen
Knechtschaft, habe in jedem Jahr den Ritus der Opferung der Lämmer
vorgesehen. Jesus sei genau in der Stunde getötet worden, in der
gewöhnlich die Lämmer im Tempel in Jerusalem geopfert wurden.

"Öffnen wir dem gestorbenen und auferstandenen Christus unser
Inneres, damit er uns erneuert, damit er das Gift der Sünde und des
Todes aus unserem Herzen wegschafft und ihm den Lebenssaft des
Heiligen Geistes eingießt", sagte der Papst. Die Osterbotschaft sei
das Herzstück des christlichen Glaubensbekenntnisses und solle die
Gläubigen zu einer "einfachen und demütigen Lebensweise" führen, die
"fruchtbar ist an guten Werken".

Osterhochamt, Osterbotschaft und Segen "Urbi et orbi" wurden über
"Mondovision" in alle Welt übertragen. Auch der ORF übertrug im
Programm ORF 2 alle drei Elemente des Ostersonntags aus Rom. (ende)
K200903539
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