Papst: "Der Tod hat nicht..." (2)

Gedenken an die Erdbeben-Opfer

Nach der Verlesung der Osterbotschaft erteilte Benedikt XVI. den traditionellen Segen "Urbi et orbi" (der Stadt und dem Erdkreis). Mehr als 100.000 Menschen hatten sich auf dem Petersplatz und in der Via della Conciliazione versammelt. In seinem ersten Ostergruß auf italienisch gedachte der Papst in besonderer Weise der Opfer des Erdbebens in den Abruzzen und der Situation der ungezählten Obdachlosen in der Provinz L'Aquila. Benedikt XVI. unterstrich die Notwendig der Solidarität.

Im Anschluss formulierte der Papst Ostergrüße in 63 Sprachen, darunter auch auf Türkisch, Chinesisch, Maori und auf Aramäisch, der Muttersprache Jesu. Auf Deutsch sagte der Papst: "Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest! Der Friede und die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch".

Besonders herzlich wandte sich Benedikt XVI. an die niederländischen Pilger. Auch heuer hatten die niederländischen Blumenzüchter und -händler wieder zum Osterfest für prachtvollen Blumenschmuck auf dem Petersplatz gesorgt. Diesmal dominierten die Vatikan-Farben Gelb und Weiß von Tara-Rosen, Stiefmütterchen, Felsenbirnen und blühenden Apfelbäumen.

"Einfache und demütige Lebensweise"

Beim Osterhochamt auf dem Petersplatz hatte der Papst Christus als den "wahren Frieden der Welt" bezeichnet. In seiner Predigt erinnerte Benedikt XVI. an die Worte des Heiligen Paulus im Ersten Korintherbrief: Das zentrale Symbol der Heilsgeschichte - das Osterlamm - sei hier mit Jesus identifiziert. Das jüdische Paschafest, das Gedächtnis der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft, habe in jedem Jahr den Ritus der Opferung der Lämmer vorgesehen. Jesus sei genau in der Stunde getötet worden, in der gewöhnlich die Lämmer im Tempel in Jerusalem geopfert wurden.

"Öffnen wir dem gestorbenen und auferstandenen Christus unser Inneres, damit er uns erneuert, damit er das Gift der Sünde und des Todes aus unserem Herzen wegschafft und ihm den Lebenssaft des Heiligen Geistes eingießt", sagte der Papst. Die Osterbotschaft sei das Herzstück des christlichen Glaubensbekenntnisses und solle die Gläubigen zu einer "einfachen und demütigen Lebensweise" führen, die "fruchtbar ist an guten Werken".

Osterhochamt, Osterbotschaft und Segen "Urbi et orbi" wurden über "Mondovision" in alle Welt übertragen. Auch der ORF übertrug im Programm ORF 2 alle drei Elemente des Ostersonntags aus Rom. (ende) K200903539
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