- 09.04.2009, 12:26:40
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ÖAAB-Adlassnig: Vermögen besteuern - Arbeit entlasten
Landtagsabgeordnete kritisiert Bundes-VP: In Krisenzeiten ist gesellschaftliche Solidarität wichtiger als Klientelpolitik für Reiche. Die ÖVP soll sich dieser Diskussion stellen.
Klagenfurt (OTS) - Während die Bundes-ÖVP eine stärkere
Besteuerung von Einkommen aus Vermögen verweigert, erhalten
diesbezügliche Überlegungen nun Unterstützung der neuen Kärntner
Landtagsabgeordneten und ÖAAB-Spitzenkandidatin für die AK-Wahl,
Annemarie Adlassnig. Die Betriebsrätin und seit Jahrzehnten aktive
Arbeitnehmervertreterin spricht sich klar für eine höhere Besteuerung
des Faktors Kapital aus: "Ich bin sehr dafür, dass die Reichen einen
größeren Beitrag zur Gemeinschaft leisten, als dies derzeit der Fall
ist."
Leistung muss sich lohnen:
Man könne nicht die gesellschaftlichen Lasten so gut wie
ausschließlich dem Faktor Arbeit aufbürden und dabei zulassen, dass
Arbeit in Österreich immer teurer werde und die Zahl der Arbeitslosen
- besonders in Krisenzeiten - explodiere. Gleichzeitig sei der
Zuwachs von Vermögen in den vergangenen Jahren signifikant und werde
durch den Wegfall von Erbschafts- und Schenkungssteuer weiter
bevorzugt. Dabei gehe es selbstverständlich nicht darum, den ohnehin
hoch belasteten Mittelstand und die leistungsbereiten Besserverdiener
weiter zur Kasse zu bitten, sondern um einen höheren Solidarbeitrag
der in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten weit
überdurchschnittlich angestiegenen Besitzeinkommen. Adlassnig: "Nicht
Besitz, sondern Leistung muss sich wieder lohnen!"
ÖVP ist Volkspartei, nicht Lobby der Reichen:
Angesichts des Umstandes, dass Österreich in der Besteuerung von
Vermögen eines der Schlusslichter Europas sei und Reiche noch weit
geringere Beiträge leisten würden als in den USA, sei hier die
gesellschaftliche Lastenverteilung ihrem Empfinden nach völlig aus
dem Gleichgewicht geraten. Adlassnig: "Ich verlange auch von meiner
Partei ÖVP, dass sie sich dieser Diskussion stellt. Wir sind eine
Volkspartei und keine Interessenvertretung der Reichen."
Hier bedürfe es dringend einer Korrektur, um die lange Tradition des
sozialen Friedens in Österreich zum Wohle aller Bevölkerungsschichten
aufrechtzuerhalten, warnte Adlassnig.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAAB Kärnten, Landesgeschäftsführung
Mag. Martin Mießl, 0463/5862-20
[email protected]
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