Erdbebengefahr auch in Österreich

40 mal im Jahr wackelt bei uns spürbar die Erde

Wien (OTS) - Die Erde ist ständig in Bewegung. Und das Erdbeben in Mittelitalien ruft leidvoll in Erinnerung, wie verletzlich die vom Menschen geschaffene Infrastruktur ist. Auch Österreich gilt als Erdbebengebiet - die Allianz zeigt die möglichen Schadenpotenziale auf.

Trotz dramatischer Bilder mangelt es in Österreich noch immer am entsprechenden Risikobewusstsein für die latente Erdbebengefahr. Denn Nachrichten von Erdbebenkatastrophen erreichen uns meist nur aus weit entfernten Ländern wie Pakistan oder Japan. Doch hat es Erdbeben wie nun in Mittelitalien durchaus auch schon hierzulande gegeben. "Ein starkes Erdbeben im Wiener Becken könnte einen Gesamtschaden von mehreren Milliarden Euro verursachen", erklärt Mag. Rupert Pichler, Naturgefahrenexperte der Allianz Versicherung in Österreich.

Das Beben anno 1590 in Neulengbach oder jenes von 1927 in Schwadorf seien mit dem in Mittelitalien vergleichbar. Die Schwadorfer Ortschronik berichtet: "Sämtliche Häuser beschädigt, Schulen, Pfarrhof, Gendarmerie, Kindergarten, Gemeindegasthaus und 10 weitere Gebäude tw. irreparabel baufällig". Doch Erdbeben geschehen nicht bloß alle paar hundert Jahre, sondern ständig. "Im Inntal bebt die Erde oft mehrmals in der Woche", so Pichler, doch zumeist eben unter der menschlichen Wahrnehmungsgrenze. Besonders gefährdet sind das Wiener Becken, das Mur-/Mürztal, das Tiroler Inntal sowie das Rheintal in Vorarlberg und das südliche Kärnten. Weltweit werden jährlich mehrere Millionen Erdbeben registriert, etwa 140.000 davon sind für den Menschen bemerkbar.

Prävention möglich - Prognose kaum

In den Jahrbüchern der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik finden sich 1747 für Menschen spürbare Erdbeben in Österreich. Und Vorhersagen sind auch nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft kaum möglich. Auch Prävention beschränkt sich weitgehend auf die Beachtung baulicher Stabilität.

Die von der Allianz standardmäßig in den Gebäude- und Haushaltspolizzen mit eingeschlossene Deckung reicht jedenfalls für kleinere Erdbebenschäden aus. Anzuraten sei jedoch die erweiterte Deckung, die bis zu zehn Prozent der Versicherungssumme erreichen kann und auch gröbere Schäden abdeckt. Eine Vollwertdeckung für Erdbeben sei im derzeitigen System jedoch einfach nicht machbar, so Pichler. Eine Pool-Lösung mit einer breiten Risikostreuung hat der Versicherungsverband bereits vor Jahren erarbeitet, doch für deren Umsetzung liegt der Ball nun bei der Politik.

Downloads unter www.allianz.at: Abdruck honorarfrei

  • Foto Mag. Rupert Pichler (C) Allianz
  • Landkarte - besonders gefährdete Gebiete
  • Landkarte - Erdbeben mit entstandenem Schaden
  • Beben pro Bundesland - Aufstellung
  • Starke Beben in der Geschichte - Aufstellung

Nützliche Links:

- Live-Seismogramm der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) http://geoweb.zamg.ac.at/index.html.de

- Erdbeben - Methodik und Darstellungsform
http://www.wassernet.at/article/archive/13529

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