WKÖ-Hochhauser: Ein-Personen-Unternehmen in der Krise stärken!

Neuer Rekord mit mehr als 200.000 Ein-Personen-Unternehmen in der WKÖ - Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter rasch umsetzen

Wien (PWK271) - Die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) ist
2008 mit 205.276 Betrieben auf ein neues Rekordniveau geklettert. Insbesondere durch die hohe Zahl an Gewerbeanmeldungen durch die Personenbetreuer - derzeit fast 17.000 - wurde dieser Höchststand erreicht. Diese EPU müssen nun in der Krise gestärkt werden:
"Insbesondere die Steuerreform wird hier einen wichtigen Effekt haben. Denn die anstehende Erhöhung des Gewinnfreibetrages als Äquivalent zum steuerbegünstigten Jahressechstel stärkt die finanzielle Substanz von zigtausend Klein- und Kleinstunternehmen", betonte heute, Dienstag, die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Anna Maria Hochhauser. Neben den "erledigten steuerpolitischen Notwendigkeiten" hat man auch durch die Einführung der Arbeitslosenversicherung für Selbständige in der sozialen Absicherung einen Schritt nach vorne gemacht.

Die größten Herausforderungen für die EPU liegen aktuell in folgenden Bereichen: Der Sicherstellung des betrieblichen finanziellen Spielraums sowie der Unterstützung bei der Aufnahme des ersten Mitarbeiters. Über die austria wirtschafts service wurden unterschiedliche Angebote wie etwa die Mikrokredite geschaffen, die inzwischen von den EPU gut angenommen werden. Mit der geplanten GmbH-Reform (10.000 Euro Stammkapital, Vereinfachung von Publikationspflichten) werde durch Justizministerin Claudia Bandion-Ortner ein modernes GmbH-Recht geschaffen, das auch für EPU interessant ist.

Erster Mitarbeiter: Arbeit fördern nicht Arbeitslosigkeit

"Auf der anderen Seite fordern wir - gerade jetzt - die Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter unter 25 Jahre. Denn wir wollen Arbeit fördern und nicht Arbeitslosigkeit", so Hochhauser.

Die Bereitschaft, einen Mitarbeiter einzustellen, ist nach wie vor hoch. "Die Schätzungen liegen bei bis zu 39 Prozent. Auch wenn es durch die Krise momentan nur an die zehn Prozent sind, die einen Mitarbeiter einstellen wollen, sprechen wir von zumindest 20.000 Jobs die jetzt geschaffen werden können. Angesichts der schwierigen Lage am Arbeitsmarkt ein wichtiger Impuls. Um diesen Beschäftigungseffekt auch tatsächlich auslösen zu können, benötigen wir eine rasche Umsetzung der Lohnnebenkostenbefreiung in den kommenden Monaten", fordert die WKÖ-Generalsekretärin.

Um den Selbstständigen in dieser Situation eine bessere Entscheidungsgrundlage zu geben, hat die Wirtschaftskammer einen Break-Even-Rechner entwickelt, der den erforderlichen neuen Umsatz berechnet, mit dem alle zusätzlichen Personalkosten abgedeckt sind. Das kostenlose Online-Tool ist über das EPU-Portal unter http://epu.wko.at abrufbar.

Die EPU-Zahlen 2008 im Detail: Nach Sparten belegt das Gewerbe und Handwerk Rang eins mit 35,6 Prozent aller EPU, gefolgt vom Handel mit 27,6 Prozent und der Bundessparte Information und Consulting mit 22,5 Prozent. 9,2 Prozent der EPU befinden sich in Tourismus und Freizeitwirtschaft, 3,7 Prozent in der Sparte Transport und Verkehr sowie 1,4 Prozent in der Industrie.

Den höchsten EPU-Anteil nach Sparten verzeichnet die Bundessparte Information und Consulting mit 61,3 Prozent, gefolgt von Gewerbe und Handwerk mit 52,3 Prozent und dem Handel mit 45,9 Prozent. Der Frauenanteil liegt unter den EPU bei 39,6 Prozent. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft
Mag. Elisabeth Zehetner
Tel: +43 (0)5 90 900 3018
Fax: +43 (0)5 90 900 295
E-Mail: elisabeth.zehetner@wko.at
http://www.jungewirtschaft.at
http://www.gruenderservice.at
http://wko.at/unternehmerin

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005