- 08.04.2009, 12:59:14
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WKÖ-Hochhauser: Ein-Personen-Unternehmen in der Krise stärken!
Neuer Rekord mit mehr als 200.000 Ein-Personen-Unternehmen in der WKÖ - Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter rasch umsetzen
Wien (PWK271) - Die Zahl der Ein-Personen-Unternehmen (EPU) ist
2008 mit 205.276 Betrieben auf ein neues Rekordniveau geklettert.
Insbesondere durch die hohe Zahl an Gewerbeanmeldungen durch die
Personenbetreuer - derzeit fast 17.000 - wurde dieser Höchststand
erreicht. Diese EPU müssen nun in der Krise gestärkt werden:
"Insbesondere die Steuerreform wird hier einen wichtigen Effekt
haben. Denn die anstehende Erhöhung des Gewinnfreibetrages als
Äquivalent zum steuerbegünstigten Jahressechstel stärkt die
finanzielle Substanz von zigtausend Klein- und Kleinstunternehmen",
betonte heute, Dienstag, die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer
Österreich, Anna Maria Hochhauser. Neben den "erledigten
steuerpolitischen Notwendigkeiten" hat man auch durch die Einführung
der Arbeitslosenversicherung für Selbständige in der sozialen
Absicherung einen Schritt nach vorne gemacht.
Die größten Herausforderungen für die EPU liegen aktuell in
folgenden Bereichen: Der Sicherstellung des betrieblichen
finanziellen Spielraums sowie der Unterstützung bei der Aufnahme des
ersten Mitarbeiters. Über die austria wirtschafts service wurden
unterschiedliche Angebote wie etwa die Mikrokredite geschaffen, die
inzwischen von den EPU gut angenommen werden. Mit der geplanten
GmbH-Reform (10.000 Euro Stammkapital, Vereinfachung von
Publikationspflichten) werde durch Justizministerin Claudia
Bandion-Ortner ein modernes GmbH-Recht geschaffen, das auch für EPU
interessant ist.
Erster Mitarbeiter: Arbeit fördern nicht Arbeitslosigkeit
"Auf der anderen Seite fordern wir - gerade jetzt - die
Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter unter 25 Jahre.
Denn wir wollen Arbeit fördern und nicht Arbeitslosigkeit", so
Hochhauser.
Die Bereitschaft, einen Mitarbeiter einzustellen, ist nach wie vor
hoch. "Die Schätzungen liegen bei bis zu 39 Prozent. Auch wenn es
durch die Krise momentan nur an die zehn Prozent sind, die einen
Mitarbeiter einstellen wollen, sprechen wir von zumindest 20.000 Jobs
die jetzt geschaffen werden können. Angesichts der schwierigen Lage
am Arbeitsmarkt ein wichtiger Impuls. Um diesen Beschäftigungseffekt
auch tatsächlich auslösen zu können, benötigen wir eine rasche
Umsetzung der Lohnnebenkostenbefreiung in den kommenden Monaten",
fordert die WKÖ-Generalsekretärin.
Um den Selbstständigen in dieser Situation eine bessere
Entscheidungsgrundlage zu geben, hat die Wirtschaftskammer einen
Break-Even-Rechner entwickelt, der den erforderlichen neuen Umsatz
berechnet, mit dem alle zusätzlichen Personalkosten abgedeckt sind.
Das kostenlose Online-Tool ist über das EPU-Portal unter
http://epu.wko.at abrufbar.
Die EPU-Zahlen 2008 im Detail: Nach Sparten belegt das Gewerbe und
Handwerk Rang eins mit 35,6 Prozent aller EPU, gefolgt vom Handel mit
27,6 Prozent und der Bundessparte Information und Consulting mit 22,5
Prozent. 9,2 Prozent der EPU befinden sich in Tourismus und
Freizeitwirtschaft, 3,7 Prozent in der Sparte Transport und Verkehr
sowie 1,4 Prozent in der Industrie.
Den höchsten EPU-Anteil nach Sparten verzeichnet die Bundessparte
Information und Consulting mit 61,3 Prozent, gefolgt von Gewerbe und
Handwerk mit 52,3 Prozent und dem Handel mit 45,9 Prozent. Der
Frauenanteil liegt unter den EPU bei 39,6 Prozent. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Junge Wirtschaft | Gründer-Service | Frau in der Wirtschaft Mag. Elisabeth Zehetner Tel: +43 (0)5 90 900 3018 Fax: +43 (0)5 90 900 295 E-Mail: elisabeth.zehetner@wko.at http://www.jungewirtschaft.at http://www.gruenderservice.at http://wko.at/unternehmerin
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