Kogler zu Vermögenssteuer: SP-internes Schauspiel erbärmlich

Grüne verlangen sofortige Debatte über Krisenbeitrag der Reichen

Wien (OTS) - "In der SPÖ sind wir gerade Augenzeugen eines erbärmlichen internen Schauspiels: Kanzler Faymann macht den Kotau vor Koalitionspartner ÖVP, Länder- und Gewerkschaftsvertreter mimen indes die Wahrer sozialdemokratischer Werte", kommentiert der Grüne Budgetsprecher Werner Kogler die aktuelle Debatte um Vermögenssteuern. "Wann, wenn nicht jetzt, ist es Zeit, auch von den Reichsten einen Beitrag zu fordern? Stattdessen nimmt SPÖ-Chef Faymann in Kauf, dass die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schon bald doppelt für die Krise zahlen: Einmal jetzt, indem sie Kurzarbeit, Jobverlust oder geringe bis gar keine Gehaltserhöhungen hinnehmen müssen. In wenigen Jahren werden die selben Menschen Sparpakete zu spüren bekommen, die durch die Krisen-Hilfspakete für Banken und Industrie notwendig geworden sind. Das lehnen wir strikt ab", betont Kogler.
Die Grünen fordern die rasche Einführung von vermögensbezogenen Steuern. Kogler verweist darauf, dass auch das Wirtschaftsforschungsinstitut oder Experten wie Emmerich Talos diese Meinung vertreten. Kogler: "Wir dürfen nicht vergessen, die obersten zehn Prozent besitzen zwei Drittel des gesamten Vermögens in Österreich. Und ausgerechnet ein sozialdemokratischer Bundeskanzler kümmert sich um die obersten Zehntausend."

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