NEWS: Justizministerin Claudia Bandion-Ortner verteidigt Vorgehen im Fall Meinl.

"Im Herzen bin ich noch Richterin und werde es auch immer bleiben."

Wien (OTS) - Im Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS stellt sich Justizministerin Claudia Bandion-Ortner in der Causa Julius Meinl hinter Entscheidungen der Justiz: "Es gibt eben in der Strafprozessordnung die Möglichkeit einer Kaution. Sie gilt für alle, nicht nur für Herrn Meinl und richtet sich nach dem Vermögen." Die Entscheidung, ob die Fluchtgefahr gebannt sei, liege beim Richter:
"Wenn das nicht der Fall ist, wäre es wahrscheinlich schon eine Blamage", räumt die Ministerin aber ein Risiko ein.

Ein mögliches Eingreifen ihrerseits in den Fällen Meinl oder Mensdorff-Pouilly verneint die Ministerin: "Ich erfahre vieles selbst erst aus der Zeitung." Sie selbst habe als Richterin auch immer unabhängig arbeiten können: "Das ist gut so und soll auch so bleiben. Im Herzen bin ich noch Richterin und werde es auch immer bleiben."

Ihren Wechsel in die Politik bereut die ehemalige Richter die zuletzt den Bawag- Prozess leitete, nicht. "Ich wollte immer gestalten, immer kämpfen." An die langen Entscheidungsprozesse in der Politik müsse sie sich aber erst gewöhnen.

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