• 06.04.2009, 15:57:51
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Verband Druck & Medientechnik lehnt unzureichendes Angebot der GPA DJP ab

Der Druckstandort Österreich ist gefährdet!

Wien (OTS) - Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit gefährdet den
Druckstandort Österreich. Der Verband Druck & Medientechnik sieht die
Ursachen zu einem wesentlichen Teil im extrem teuren
Kollektivvertrag. Der Präsident des Verbandes, KommR Michael
Hochenegg, dazu: "Unsere Branche ist Exportschlusslicht in Europa.
Was wir brauchen, ist Chancengleichheit bei unseren Kosten. Daher
müssen wir uns bei den Personalkosten zumindest an Deutschland, dem
größten und wichtigsten Marktteilnehmer, annähern. Derzeit liegen wir
- je nach Produktionsbereich - um 15 bis 30 % über dem deutschen
Personalkostenniveau!" Änderungen bei den Strukturen sind dabei
ebenso wichtig wie kurzfristige Maßnahmen für die Krisenbewältigung
in der Branche.

Der Verband möchte eine Reduktion der Personalkostentangente und
Maßnahmen für die Bewältigung der Krise erreichen. In die
Grundgehälter der MitarbeiterInnen soll dabei nicht eingegriffen
werden, die notwendigen Kosteneinsparungen sollen vor allem durch
Reduktion der in Österreich besonders hohen und nicht mehr
zeitgemäßen Zulagen und Zuschläge des grafischen Kollektivvertrags
erfolgen.

Was bisher geschah

Bereits seit dem Vorjahr ist der Verband Druck & Medientechnik mit
der GPA DJP in Verhandlungen, den grafischen Kollektivvertrag an die
internationalen Markterfordernisse anzupassen (mehrere
Sozialpartnergespräche im Jahr 2008; Sozialpartnergipfel im November
2008; drei Verhandlungsrunden mit fünf Verhandlungstagen 2009;
Evaluierungsrunde am 27. März 2009 in Salzburg).

Gewerkschaft und Arbeitgeberverband sind in der Situationsanalyse
- mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit - weitgehend einig,
es gibt keine Annäherung bei den Positionen zur Lösung.

Angebot der Gewerkschaft

Die Gewerkschaft GPA-DJP hat dem Verband am 31. März 2009 ein
konsolidiertes Angebot zur Sicherung des Standortes Österreich
übermittelt. Leider - und auch überraschend - ergab eine kostenmäßige
Prüfung, dass es in Hinblick auf die zwei grundlegenden Zielsetzungen
des Verbandes Druck & Medientechnik für den "Kollektivvertrag neu"
substanziell als völlig unzureichend zu bewerten ist. Weder enthält
es strukturelle Veränderungen, die der wirtschaftlichen Realität
entsprechen, noch Maßnahmen zur Krisenbewältigung, die tatsächlich
Kosten sparen.

Reaktion des Verbandes - Neuformulierung des Angebots wird erwartet

Das Angebot der Gewerkschaft wurde vom Hauptvorstand des Verbandes
Druck & Medientechnik am 3. April 2009 einstimmig abgelehnt. Für die
Weiterführung konstruktiver Gespräche erwartet sich der Verband eine
Neuformulierung des Angebotes durch die Gewerkschaft. Hochenegg: "Es
ist nicht zielführend, weitere Detailgespräche zu führen, solange
kein Grundkonsens über die gemeinsame Zielsetzung erreicht wurde. Wir
geben daher der Gewerkschaft Zeit bis Mitte Mai, Ihre Position zu
überdenken. Schließlich geht es darum, die Betriebe und damit auch
die Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern!"

Da - wie vom Verband schon im November bei der GPA DJP deponiert -
die Lohn- und Gehaltsverhandlungen als Teil des Gesamtpaketes zu
sehen sind, kann es 2009 auch keine isolierten Verhandlungen für
diesen Bereich geben.

Rückfragehinweis:
Mag. Werner Neudorfer
Verband Druck & Medientechnik
Grünangergasse 4, 1010 Wien
Tel.: 01/512 66 09
www.druckmedien.at

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