- 06.04.2009, 12:05:27
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Spindelegger: "Dialog über kulturelle und religiöse Grenzen hinweg notwendiger denn je"
Außenminister lädt Allianz der Zivilisationen nach Wien ein
Istanbul (OTS) - "Der Dialog über kulturelle und religiöse Grenzen
hinweg gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Der
Umgang mit der Vielfalt ist in unseren immer stärker globalisierten
und vernetzten Gesellschaften lebensnotwendig. Dialog ist und bleibt
dabei das wirksamste Mittel für Konfliktmanagement, Versöhnung und
nachhaltige Friedenspolitik", erklärte heute Außenminister Michael
Spindelegger bei der 2. Jahreskonferenz der Allianz der
Zivilisationen in Istanbul. An dieser Konferenz nehmen rund 40
Staaten teil, darunter die spanischen und türkischen Regierungschefs,
Premierminister Jose Luiz Zapatero und Recep Tayyip Erdogan,
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sowie zahlreiche Außenminister
insbesondere aus der arabischen Welt und der EU.
"Österreich kann auf eine lange Dialogtradition verweisen und hat
einen anerkannten und bewährten Ruf als Ort der Begegnung, gerade
auch mit der muslimisch geprägten Welt. Ich will diese Tradition
fortsetzen und Wien als Ort des Dialogs und der Begegnung weiter
ausbauen", betonte Spindelegger. "Ich habe daher die Partner in der
Allianz der Zivilisationen eingeladen, ihr Jahrestreffen im Jahr 2012
in Wien abzuhalten." Bereits Ende Juni wird das Außenministerium
gemeinsam mit der Allianz der Zivilisationen ein Symposium in Wien
zum Thema "Identität und Partizipation: Transkulturelle und
muslimische Jugend in Europa" veranstalten, an dem unter anderem der
portugiesische Ex-Präsident Jorge Sampaio als Hoher Vertreter der UNO
für die Allianz der Zivilisationen teilnehmen wird. Darüber hinaus
plant Österreich im Rahmen seiner Mitgliedschaft im
UNO-Sicherheitsrat für 2010 ein internationales Treffen zum Dialog
der Zivilisationen und seiner Funktion in der internationalen
Friedenspolitik.
Die Allianz der Zivilisationen, die 2005 von Spanien und Türkei
unter der Schirmherrschaft der UNO gegründet wurde, fasst derzeit 83
Staaten und 17 Internationale Organisationen zusammen. "Die Allianz
bietet eine wertvolle multilaterale Dialogplattform und sorgt dafür,
dass das Thema weiter auf der globalen Agenda bleibt", so
Spindelegger. Es seien aber weitere Anstrengungen notwendig, um diese
Dialogplattform zu verbreitern und zu vertiefen: "Wir müssen über den
Fokus auf die muslimische Welt hinaus auch Asien, Afrika,
Zentralasien und den Kaukasus stärker in die Dialog-Aktivitäten
einbeziehen. Darin sehe ich die zukünftige Herausforderung für das
Forum. Auch muss es uns gelingen, den Dialog von der diplomatischen
Ebene dorthin zu bringen, wo er am meisten Not tut - auf der Ebene
der Gemeinden. Dort, wo die Menschen Tag für Tag mit den konkreten
Problemen konfrontiert sind, etwa am Arbeitsplatz oder in der Schule,
brauchen wir den unmittelbaren Dialog mit den Betroffenen."
Außenminister Spindelegger nützte die Konferenz für zahlreiche
bilaterale Treffen, unter anderem mit dem UNO-Generalsekretär Ban
Ki-moon, dem türkischen Außenminister Ali Babacan, dem türkischen
EU-Chefverhandler Egemen Bagis, dem Generalsekretär der Arabischen
Liga Amr Moussa sowie seinen montenegrinischen und mazedonischen
Amtskollegen. Der Außenminister nahm zudem an einer Round Table
Diskussion zum Thema "Public diplomacy - winning minds and hearts"
teil.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten Presseabteilung Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550 Fax: ++43 (0) 50 1159-213 mailto:[email protected] http://www.aussenministerium.at http://www.bmeia.gv.at
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