Arbeitskräfteüberlasser stellen klar: Wir stehen auf der Seite unserer ZeitarbeiterInnen

Wien (OTS) - Entgegen der vorherrschenden Diskussion, dass Zeitarbeitsunternehmen ihre ArbeitnehmerInnen in der aktuellen wirtschaftlichen Situation im Stich lassen und sich an einer Stiftung für ZeitarbeiterInnen nicht beteiligen wollen, stellen sich diese klar auf die Seite der ZeitarbeiterInnen: Die Branche ist aktiv um eine Lösung bemüht und nimmt ihre Verantwortung gegenüber den ArbeitnehmerInnen wahr.

Die Zeitarbeitsbranche hat in der Vergangenheit viel bewegt - sie stellte eine wichtige Stütze der Wirtschaft dar, da nicht zuletzt sie es ermöglicht hat, flexibel auf Marktbedürfnisse zu reagieren und somit Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Auch die ArbeitnehmerInnen profitieren vom flexiblen System. Dies soll sich auch in Zukunft nicht ändern: "Die gesamte Branche engagiert sich in der aktuellen Diskussion über eine Stiftung für ZeitarbeiterInnen. Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst und streben eine konstruktive Lösung für alle Beteiligten an", so Gerhard Flenreiss, Bundesvorsitzender Personaldienstleistung, WKO. "Allerdings müssen die Möglichkeiten der Branche vor dem Gesamtkontext der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden", fordert Flenreiss.

Die derzeitige Lage trifft nicht nur die ArbeitnehmerInnen - auch die Personaldienstleister haben mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen: Sie selbst trifft ein Rückgang von bis zu 30 %. Dies schränkt ihre Handlungsmöglichkeiten zwar ein - der Verantwortung entzieht sich die Branche trotzdem nicht. Allerdings herrscht Unverständnis darüber, weshalb andere Branchen in der Krise Konjunkturhilfe - wie beispielsweise die Verschrottungsprämie -erhalten, von den Personaldienstleistern hingegen Geld gefordert wird. Dies belastet die Überlasser in der derzeitigen Situation zusätzlich. Trotzdem spricht sich die Branche nicht nur für eine Arbeitsstiftung, sondern auch für weitere arbeitsmarktpolitische Maßnahmen aus. "Die schnell steigende Arbeitslosenzahl unter Zeitarbeitern ist ein Strukturproblem der Industrie und keinesfalls der Personaldienstleistungs-Branche zuzuschreiben. Verschärft wird das Problem durch die Tatsache, dass die Gewerkschaften vor Zustimmung zur Kurzarbeit für Stamm-Mitarbeiter in Betrieben die Rücksendung von Zeitarbeitern fordern. Von der Möglichkeit auch Zeitarbeiter Kurzarbeit leisten zu lassen, konnte daher erst in rund 200 Fällen Gebrauch gemacht werden - die anderen Betroffenen mussten leider gekündigt werden", betont Flenreiss. Die zuständige Fachgruppe der WKO fordert in Zukunft eine differenziertere Betrachtung der Gesamtsituation und der Zusammenhänge der einzelnen Komponenten wie Kurz- und Zeitarbeit.

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Gerhard Flenreiss
Bundesvorsitzender Personaldienstleistung
Allgemeiner Fachverband des Gewerbes der Wirtschaftskammer Österreich
Tel: 05 90 900-3260
dienstleister@wko.at

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