Weltgesundheitstag: Volkshilfe fordert Aufstockung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Laut aktuellem Bericht des OECD-Entwicklungshilfeausschusses haben die meisten wohlhabenden Industrienationen ihre Zusagen eingehalten und 2008 die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit im Schnitt um 10% erhöht. Österreich sieht anscheinend keinen Handlungsbedarf - im Gegenteil: der EZA-Beitrag wurde gar um 14% Prozent gekürzt.

Die Volkshilfe nimmt deshalb den Weltgesundheitstag am 7. April zum Anlass, die österreichische Regierung aufzufordern, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Volkshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer: "Es ist eine Schande, dass die finanzielle Unterstützung für die Verbesserung von Lebens- und Gesundheitsstandards in Armutsregionen gerade in Krisenzeiten gekürzt wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass Österreich in der Entwicklungspolitik so weit zurückfällt."

Ein stärkeres entwicklungspolitisches Engagement, welches sich auch in den Budgetausgaben spiegeln muss, würde österreichische NGOs bei ihren Aktivitäten substanziell unterstützen. So legt die Volkshilfe bei ihrer Tätigkeit einen Schwerpunkt auf die Sicherung der Gesundheitsversorgung. In der serbischen Stadt Kragujevac startet gerade ein Projekt zur Unterstützung des Aufbaus sozialer Dienstleistungen für ältere Menschen.

Tageszentrum und mobile Betreuung für ältere Menschen

Zehn Prozent der über 65-Jährigen in Serbien leben unter der Armutsgrenze, weitere 13,4% sind akut armutsgefährdet. Im Südosten des Landes ist die Situation besonders schlimm: Über 26% sind von Armut betroffen. Vor allem in den ländlichen Gebieten prägen außerdem mangelndes Angebot sowie niedrige Qualität die soziale Infrastruktur.

Durch das neue Volkshilfe-Projekt wird die Lebensqualität von älteren Menschen in der Stadt Kragujevac und den umliegenden ländlichen Gebieten nachhaltig verbessert. Für SeniorInnen, die regelmäßige Betreuung benötigen, bietet ein neues Tageszentrum neben Pflege auch warme Mahlzeiten und Raum für sozialen Austausch und Freizeitaktivitäten. Außerdem werden die mobilen Dienstleistungen der Stadt verbessert und die soziale Integration der älteren Generationen gefördert.

Rund 350 SeniorInnen in Kragujevac und im Umkreis profitieren von der verbesserten Gesundheitsversorgung, indirekt sogar bis zu 30.000 Menschen. 37 BetreuerInnen werden in Form von Weiterbildungskursen gefördert.

"Internationale Entwicklungsprojekte wie jenes in Kragujevac sind ein Beispiel für gelebte Solidarität und bedeuten nachhaltige Verbesserungen für eine große Zahl von Menschen. Die Regierung darf hier nicht ans Sparen und Kürzen denken. Wir fordern ein verstärktes finanzielles Engagement, damit Österreich seiner sozialen Verpflichtung gegenüber Benachteiligten nachkommen kann.", so Weidenholzer.

Spendenkonto: 1.740.400, BLZ: 60.000
Kennwort: "Internationale Hilfe"

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