• 06.04.2009, 10:31:03
  • /
  • OTS0063 OTW0063

Weltgesundheitstag: Volkshilfe fordert Aufstockung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit

Wien (OTS) - Laut aktuellem Bericht des
OECD-Entwicklungshilfeausschusses haben die meisten wohlhabenden
Industrienationen ihre Zusagen eingehalten und 2008 die Mittel für
die Entwicklungszusammenarbeit im Schnitt um 10% erhöht. Österreich
sieht anscheinend keinen Handlungsbedarf - im Gegenteil: der
EZA-Beitrag wurde gar um 14% Prozent gekürzt.

Die Volkshilfe nimmt deshalb den Weltgesundheitstag am 7. April
zum Anlass, die österreichische Regierung aufzufordern, ihren
Verpflichtungen nachzukommen. Volkshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr.
Josef Weidenholzer: "Es ist eine Schande, dass die finanzielle
Unterstützung für die Verbesserung von Lebens- und
Gesundheitsstandards in Armutsregionen gerade in Krisenzeiten gekürzt
wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass Österreich in der
Entwicklungspolitik so weit zurückfällt."

Ein stärkeres entwicklungspolitisches Engagement, welches sich
auch in den Budgetausgaben spiegeln muss, würde österreichische NGOs
bei ihren Aktivitäten substanziell unterstützen. So legt die
Volkshilfe bei ihrer Tätigkeit einen Schwerpunkt auf die Sicherung
der Gesundheitsversorgung. In der serbischen Stadt Kragujevac startet
gerade ein Projekt zur Unterstützung des Aufbaus sozialer
Dienstleistungen für ältere Menschen.

Tageszentrum und mobile Betreuung für ältere Menschen

Zehn Prozent der über 65-Jährigen in Serbien leben unter der
Armutsgrenze, weitere 13,4% sind akut armutsgefährdet. Im Südosten
des Landes ist die Situation besonders schlimm: Über 26% sind von
Armut betroffen. Vor allem in den ländlichen Gebieten prägen außerdem
mangelndes Angebot sowie niedrige Qualität die soziale Infrastruktur.

Durch das neue Volkshilfe-Projekt wird die Lebensqualität von
älteren Menschen in der Stadt Kragujevac und den umliegenden
ländlichen Gebieten nachhaltig verbessert. Für SeniorInnen, die
regelmäßige Betreuung benötigen, bietet ein neues Tageszentrum neben
Pflege auch warme Mahlzeiten und Raum für sozialen Austausch und
Freizeitaktivitäten. Außerdem werden die mobilen Dienstleistungen der
Stadt verbessert und die soziale Integration der älteren Generationen
gefördert.

Rund 350 SeniorInnen in Kragujevac und im Umkreis profitieren von
der verbesserten Gesundheitsversorgung, indirekt sogar bis zu 30.000
Menschen. 37 BetreuerInnen werden in Form von Weiterbildungskursen
gefördert.

"Internationale Entwicklungsprojekte wie jenes in Kragujevac sind
ein Beispiel für gelebte Solidarität und bedeuten nachhaltige
Verbesserungen für eine große Zahl von Menschen. Die Regierung darf
hier nicht ans Sparen und Kürzen denken. Wir fordern ein verstärktes
finanzielles Engagement, damit Österreich seiner sozialen
Verpflichtung gegenüber Benachteiligten nachkommen kann.", so
Weidenholzer.

Spendenkonto: 1.740.400, BLZ: 60.000
Kennwort: "Internationale Hilfe"

Rückfragehinweis:

Mag. Rainer Stoiber
   Tel: +43 (1) 402 62 09 16
   mailto:[email protected]
   (Öffentlichkeitsarbeit)
   
   Mag.a Martina Krichmayr
   Tel: +43 (1) 402 62 09 29
   mailto:[email protected]
   (Ost-Zusammenarbeit)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel