• 03.04.2009, 15:57:07
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SPÖ-Maier: Doping war und ist Arzneimittelkriminalität

SOKO-Doping muss Dauereinrichtung im Bundeskriminalamt werden

Wien (SK) - SPÖ-Dopingexperte Maier gratulierte der SOKO Doping zu
den aktuellen Erfolgen im Kampf gegen Doping. Die aktuellen
Verhaftungen im Freizeit- und Fitnessbereich zeigen, wie nachlässig
in Österreich in der Vergangenheit der Handel mit Dopingmittel durch
die Strafverfolgungen bekämpft wurde. Maier erinnerte an die
skandalöse Rückgabe von 85.000 beschlagnahmten Ampullen Clenbuterol
an einen holländischen Staatsbürger, weil angeblich nicht
nachgewiesen werden konnte, dass diese Dopingmittel zu Dopingzwecken
verwendet wurden. ****

Auch aus Antworten des Justizressorts auf die parlamentarischen
Anfragen seit 2002 ergab sich, dass die meisten Strafanzeigen
zurückgelegt oder die Verfahren eingestellt wurden. Bei 42
Strafanzeigen nach dem Arzneimittelgesetz kam es nur zu sechs
Verurteilungen, davon vier im Jahr 2007. "Die Erfolge der SOKO-Doping
zeigen wie notwendig es ist, über eine spezialisierte
Ermittlungsgruppe im Bundeskriminalamt zu verfügen", so der
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher am Freitag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Aus Sicht der SPÖ sollte die SOKO-Doping zu einer
Dauereinrichtung im Bundeskriminalamt werden, weil nur so
Arzneimittelkriminalität - insbesondere in Form der organisierten
Kriminalität - effektiv bekämpft werden kann.

In dem Zusammenhang kritisierte Maier insbesondere, dass es in
Österreich in der Vergangenheit keine Kontrollen in Fitnessstudios
gegeben hat. "Scheinbar konnte im Fitnessbereich in der Vergangenheit
unkontrolliert gedopt werden", so Maier. Nicht anders seien die
akutellen Verhaftungen zu erklären. Obwohl nach dem
Arzneimittelgesetz Kontrollen in Fitnessstudios möglich gewesen
wären. Um den Dopingsumpf im Fitness- und Freizeitbereich trocken zu
legen, muss diese Kontrollbestimmung aus SPÖ-Sicht hinterfragt
werden. "Auch diese Kontrollen sollte die SOKO Doping übernehmen", so
Maier abschließend. (Schluss) gd

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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