SPÖ-Maier: Doping war und ist Arzneimittelkriminalität

SOKO-Doping muss Dauereinrichtung im Bundeskriminalamt werden

Wien (SK) - SPÖ-Dopingexperte Maier gratulierte der SOKO Doping zu den aktuellen Erfolgen im Kampf gegen Doping. Die aktuellen Verhaftungen im Freizeit- und Fitnessbereich zeigen, wie nachlässig in Österreich in der Vergangenheit der Handel mit Dopingmittel durch die Strafverfolgungen bekämpft wurde. Maier erinnerte an die skandalöse Rückgabe von 85.000 beschlagnahmten Ampullen Clenbuterol an einen holländischen Staatsbürger, weil angeblich nicht nachgewiesen werden konnte, dass diese Dopingmittel zu Dopingzwecken verwendet wurden. ****

Auch aus Antworten des Justizressorts auf die parlamentarischen Anfragen seit 2002 ergab sich, dass die meisten Strafanzeigen zurückgelegt oder die Verfahren eingestellt wurden. Bei 42 Strafanzeigen nach dem Arzneimittelgesetz kam es nur zu sechs Verurteilungen, davon vier im Jahr 2007. "Die Erfolge der SOKO-Doping zeigen wie notwendig es ist, über eine spezialisierte Ermittlungsgruppe im Bundeskriminalamt zu verfügen", so der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aus Sicht der SPÖ sollte die SOKO-Doping zu einer Dauereinrichtung im Bundeskriminalamt werden, weil nur so Arzneimittelkriminalität - insbesondere in Form der organisierten Kriminalität - effektiv bekämpft werden kann.

In dem Zusammenhang kritisierte Maier insbesondere, dass es in Österreich in der Vergangenheit keine Kontrollen in Fitnessstudios gegeben hat. "Scheinbar konnte im Fitnessbereich in der Vergangenheit unkontrolliert gedopt werden", so Maier. Nicht anders seien die akutellen Verhaftungen zu erklären. Obwohl nach dem Arzneimittelgesetz Kontrollen in Fitnessstudios möglich gewesen wären. Um den Dopingsumpf im Fitness- und Freizeitbereich trocken zu legen, muss diese Kontrollbestimmung aus SPÖ-Sicht hinterfragt werden. "Auch diese Kontrollen sollte die SOKO Doping übernehmen", so Maier abschließend. (Schluss) gd

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