Kollektivvertrag für Universitätsbedienstete

Stellungnahme der GÖD zum Beschluss der Rektoren vom 30. März 2009

Wien (OTS) - Die GÖD bekennt sich ohne Einschränkung zu dem mit dem Dachverband der Universitäten vor 2 Jahren paraphierten Kollektivvertrag. Der Dachverband der Universitäten, der von den Rektoren beschickt wird, vertritt die Universitäten arbeitgeberseitig als Sozialpartner.

Die von der REKO (UNIKO) vor wenigen Tagen medial verbreiteten Modifikationswünsche betreffend die Übergangsbestimmungen des Kollektivvertrages wurden von den Betriebsräten der Universitäten kritisch analysiert.

Gesamt gesehen bedeuten diese Änderungswünsche der Rektoren vor allem eine Schlechterstellung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das Verlangen der Rektoren nach Änderungen im Übergangsrecht ist sozial nicht ausgewogen. Die zeitlichen Verschiebungen betreffen in negativer Weise

  • die Kolleginnen und Kollegen, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen
  • die Kolleginnen und Kollegen mit geringen Einkommen
  • die Kolleginnen und Kollegen mit den unsichersten Arbeitsverhältnissen (LektorInnen)

Die Schaffung arbeits- und entgeltrechtlicher Mindeststandards ist eine überfällige Notwendigkeit.

Nach den Berechnungen der GÖD ist die finanzielle Bedeckung des Kollektivvertrages gegeben. Reservenbildung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hat zwar einen Stellenwert, darf aber nicht auf dem Rücken des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgen.

Die Forderungen der Rektoren im Übergangsrecht sind ein soziales Ärgernis. Die GÖD fordert daher vom Dachverband eine eheste Aussprache über das Übergangsrecht und eine konstruktive Beteiligung von Rektorenseite zur Herbeiführung zufrieden stellender Lösungen.

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